Sonntag, 22. Oktober 2017

Stress? – Am besten gar nicht erst aufkommen lassen


Stressige Zeiten lassen sich nie ganz vermeiden. Auf ihrem ganzwunderbar Yogablog stellt Melanie die Frage nach dem Stressabbau. Bei der Blogparade – Wie baust du Stress ab? mache ich gerne mit, weil ich Stress gar nicht gebrauchen kann. Ich suche weniger nach der Möglichkeit, Stress abzubauen als vielmehr danach, ihn erst gar nicht entstehen zu lassen. Yoga zählt auch bei mir zu den Favoriten in Sachen Stress-Abbau und Entspannung. Daher passt die Blogparade thematisch ganz gut. Danke, liebe Melanie fürs einstellen.  


Kästchenbilder Stress am besten gar nicht erst aufkommen lassen
Stress? – Am besten gar nicht erst aufkommen lassen
 
Stress entsteht, wenn wir ihn am wenigsten gebrauchen können. Gerade sind wir noch vertieft in eine spannende Aufgabe, schon kommt ein Anruf dazwischen, auf den wir auch noch reagieren müssen. Wir sind raus aus dem Konzept. Hallo Stress! Wir sind plötzlich mittendrin, obwohl wir uns eben noch ausgeglichen gefühlt haben. Manchmal geht das so weit, dass wir abends bereits über den folgenden Tag grübeln müssen und deshalb einfach nicht einschlafen können. Aber wenn wir uns selbst gut kennen, lassen sich solche Gefahren auch umschiffen.

 

Ja, auch in meinem Leben gibt es Stress

Meistens fühle ich mich gestresst, wenn ich etwas Kreatives machen möchte, mich aber nicht konzentrieren kann, keine Ruhe habe oder immer wieder aus dem Fluss gerissen werde. Meistens habe ich eine Idee, kann sie aber nicht am Stück umsetzen, weil die Kinder gerne dazwischenreden oder sofort ihre Bedürfnisse erfüllt haben wollen. Besonders gestresst fühle ich mich, wenn zu den alltäglichen Aufgaben noch unerwartete Aufgaben lauern. Hier noch ein Geschenk besorgen, für den Ehemann etwas aus der Wäscherei oder Apotheke abholen, zwischen den Taxifahrten für die Kinder schnell die Einkäufe erledigen.  
 

Positiver Stress fühlt sich nicht schlecht an

Ich mag die Zeiten, in denen ich so richtig produktiv bin. Wenn sich Arbeit nicht nach Arbeit anfühlt, sondern einfach nur Spaß macht. Positiver Stress verleitet mich dazu, mehr zu erledigen als ich körperlich in der Lage bin. Dann falle ich abends todmüde ins Bett, und trotzdem bleibt ein Glücksgefühl. Bei solch positivem Stress verschwende ich meist keinen Gedanken daran, diesen abzubauen, nein, ich könnte eher mehr davon gebrauchen. Aber inzwischen weiß ich, dass mir das auch nicht gut bekommt. Ich vernachlässige dann zu viele andere Aufgaben. Deshalb versuche ich auch hier einen Ausgleich zu finden. Bei negativem Stress gerate ich leider sehr schnell an meine Grenzen. Ich bin nicht besonders stressresistent, wie man so schön sagt. Ich gerate in Hektik, mache Fehler und schimpfe zu viel. Aber dazu habe ich inzwischen Strategien entwickelt, die mir helfen, den Stress zu erkennen und gar nicht erst so akut werden zu lassen, dass er mir schadet.   

 

Alltagsstress verarbeiten

Leichter gesagt als getan. Ich versuche durch eine Routine den Tag in Wellen zu durchleben. Morgens vor den Kindern aufstehen und in Ruhe Kaffee trinken. Wenn ich dann richtig wach bin, wecke ich die Kinder und die Fertig-machen-für-die-Schule-Stunde beginnt. Das läuft ganz locker mit Broten schmieren und co. Hin und wieder gerät eins meiner Kinder in eine Stresssituation, etwa weil ihnen noch eine unerledigte Hausaufgabe einfällt oder die Luft aus dem Reifen entwichen ist. Das überträgt sich zum Teil auf mich und ich muss erstmal tief durchatmen. Wenn sie dann aus dem Haus sind, brauche ich erstmal zwanzig Minuten, um wieder runter zu kommen.

Meist ist mein Mann noch zuhause, mit dem trinke ich dann noch einen Kaffee zusammen und alles ist wieder gut und ich kann mich in die Arbeit stürzen.

Ein tägliches Stressabbau-Ritual

Mittags mache ich pünktlich Schluss und gönne mir nach einem Snack eine Yoga-Pause, in der ich wieder so richtig runterfahren kann. Anfangs ist mir das total schwer gefallen, weil es etwas Neues war und ich dafür auf meine Auf-dem-Sofa-herumlunger-Stunde verzichten musste. Jetzt möchte ich das nicht mehr missen. Ich mache Chakra-Yoga Übungen und schließe mit einer Meditation ab, die ich so lange hinauszögere bis ich keine Lust mehr habe oder meine Kinder kommen. Danach bin ich wieder so entspannt wie morgens. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass bereits der Gedanke an Yoga und Meditation eine gewisse innere Ruhe in mir auslöst.  
Aber es klappt nicht immer gleichermaßen gut mit der Entspannung. Vor allem, wenn der Stress geistiger Natur ist und ich viel grübeln muss, komme ich nur mit Yoga allein nicht weiter. Ich brauche dann noch einen schärferen körperlichen Ausgleich, um wieder in die Mitte zu kommen. Dann laufe ich eine Runde durchs Feld und der Kopf ist schneller wieder frei.
Jetzt bin ich gewappnet für den Nachmittag, der den Kids gilt. Ich koche etwas Leckeres und esse mit ihnen zusammen.    

 

Krank vor Stress

Krank, das klingt mir zu negativ. Aber ich war wohl schon einmal krank vor Stress. Damals habe ich als Büroangestellte gearbeitet und meine Abteilung wurde umstrukturiert. Da war ich über Monate hinweg täglich mit dem Thema Abfindung, Kündigung und Jobwechsel konfrontiert. Das war schon eine harte Zeit, in der ich manchmal einen richtigen Kloß im Hals hatte, den ich nicht losgeworden bin. Das hat am Ende tatsächlich dazu geführt, dass ich die Firma verlassen habe. Aber so richtig krank im Sinne von Burn-Out oder ähnlichem war das dann auch nicht. Nachdem alles überstanden war, konnte ich mich ja wieder entspannen und seitdem fällt es mir auch leichter, die Dinge nicht mehr so ernst zu nehmen. Ich habe damals sehr deutlich gespürt:
 

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei J

Alles geht vorüber. Nichts bleibt. Wir können nichts festhalten. Und genauso verhält es sich mit dem Stress. Wenn ich ihn zulasse, dann merke ich auch: Er verschwindet wieder. Schwierig ist es nur dann, wenn Stress und Grübeleien über Wochen oder Monate andauern oder wenn ich versuche, ihn krampfhaft loszuwerden. Das macht alles nur noch schlimmer. Und trotzdem; auch das geht vorüber. Daher sehe ich die Welt mit lockeren Augen. Ich riskiere auch mal was, treffe leichter Entscheidungen, fange Neues an und schäme mich nicht mehr so lange, wenn ich mal in ein Fettnäpfchen getreten bin. Shit happens.
 

Wie den Alltag stressfrei gestalten?

Hier ein paar Tipps zum Schluss:

-       Plane den Tag

Ein geplanter Tag verläuft angenehmer, weil unvorhergesehene Dinge einfach auf den nächsten Tag verschoben werden können (außer Notfälle).

Die Konzentration steigt und man kann sich über die Ergebnisse viel länger freuen. Ein ungeplanter Tag hingegen verläuft schnell chaotisch, so als würde man beim Ausräumen der Wäschewanne zwischendurch jedes Zimmer aufräumen – es dauert ewig bis die Wanne leer ist. Aber ein bisschen chaotisch darf es trotzdem sein (zwinker), sonst wird’s ja spießig.

 
-       Sage Nein!

Trau dich, nein zu sagen. Und vor allem: Trau dich ruhig mal zu sagen, dass du keine Lust hast. Erfinde keine Ausreden, sage einfach: „Ich habe keine Lust.“ Aber übertreib es nicht. Du willst auch keine Absage erhalten, wenn du mal Hilfe brauchst.

 
-       Vorsorge ist besser als Medizin

Wer seine Stressauslöser kennt, kann gut vorbeugen. Beobachte dich und entwickle ein Gefühl dafür, wann du zu Anspannung neigst. Ich weiß, es ist viel leichter, sich in Arbeit zu flüchten und anschließend zu sagen: „Ach, ich bin so gestresst.“ als ein paar einfache Entspannungs-Übungen zu machen. Aber beides kostet gleichermaßen Kraft: Das Jammern und das Ändern. Ändere lieber etwas, dann hast du keinen Grund zu jammern.


Ich hoffe, ihr konntet für euch auch ein paar Anregungen finden. Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, ebenfalls bei Melanies Blogparade – Wie baust du Stress ab? mitzumachen und euch einmal mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, es war sozusagen ganzwunderbar.

 









 Buch kaufen - Auszeit bekommen
             

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Darf ich vorstellen? - „Die Gedichte der Tugenden“

 


Er ist da. Mein Gedichtband der etwas anderen Art.

 
Kästchenbilder Gedichte Tugenden
Ekatarina Glowna - Die Gedichte der Tugenden
 

Es war ein langer Weg mit vielen Stunden der Dichtung und Überarbeitung, Gestaltung und Digitalisierung. Es hat mich wirklich einiges an Nerven und Zeit gekostet, bis alles gesetzt war. Ich hatte Fragezeichen im Gesicht, habe gelacht und vor Freude geredet wie ein Buch. Ich habe geflucht und geweint und so manche schlaflose Nacht verbracht, aber jetzt darf ich die Bücher endlich in Händen halten. Und gedruckte Bilder sind noch einmal etwas ganz anderes als die Versionen im Internet.
 

Das Buch ist nicht einfach nur zum Durchlesen gedacht, sondern enthält – wie soll es anders sein – Kästchenbilder, die ja zu mir gehören wie dieser Blog. Sie sollen euch inspirieren und eine kleine Auszeit verschaffen.

Die Gedichte sind mal lang, mal kurz und werden jeweils angeführt von einem Bild. Wer zur Ruhe kommen möchte ist auch herzlich eingeladen, auf den karierten Seiten selbst kleine Kunstwerke zu gestalten. Lasst euch beflügeln und genießt ein paar Entspannungsmomente.  
 

„Die Gedichte der Tugenden“ sind gerade erst erschienen und zunächst nur als gedruckte Versionen verfügbar. Ab November wird es aber auch ein E-Book geben.



 

Ich freue mich jedenfalls riesig, dass ich dieses Projekt auf die Beine stellen konnte. Ich sprudele fast über vor Begeisterung. Und ich hoffe, ich kann euch damit auch eine kleine Freude machen. 

Grüße
Katta

 
PS: Rezensionen willkommen :-)
Bitte meldet euch bei mir, falls ihr das Buch auf eurem Blog vorstellen möchtet oder es auf der Verlagsseite, bei Thalia oder Amazon bewerten wollt. Der Verlag bietet kostenlose Rezensionsexemplare an.
Und wer weiß; vielleicht bekommt ihr sogar ein signiertes Exemplar von mir (Anfrage gerne über das Kontaktformular).


Hier die Fakten für Bücherfreunde:
Die Gedichte der Tugenden
Ekatarina Glowna
Lyrik & Poesie

Ekatarina Glowna untermalt ihre Texte mit kunstvoll gestalteten Kästchenbildern. In Verbindung mit ihren Gedichten taucht der Leser sanft in die Welt der Tugenden ein - eine inspirierende Seelenreise.

Hardcover
17,99 €
Seitenanzahl: 92
ISBN: 978-3-7439-5536-3
Größe: 12,0 cm x 19,0 cm
Erscheinungsdatum: 04.10.2017  
 

Paperback
11,99 €
Seitenanzahl: 92
ISBN: 978-3-7439-5535-6
Größe: 12,0 cm x 19,0 cm
Erscheinungsdatum: 04.10.2017  

E-Book
6,99 €
ISBN: 978-3-7439-5537-0
Erscheinungsdatum: November 2017
 
 
 
        

Sonntag, 15. Oktober 2017

Midlifekrise: Plötzlich mittendrin


Alle Ziele erreicht? Sehr gut. Aber was jetzt? Es ist nicht so leicht zu erkennen, dass wir in einer Krise stecken. Wir wollen Glück erleben und gute Gefühle haben. Krisen sind da eher hinderlich. Wer braucht schon Krisen? Die werden lieber verdrängt. Doch spätestens Ende dreißig holt uns das Leben wieder ein und wir fragen uns: Ist das die Midlifecrisis?

 

Kästchen Bilder Midlifecrisis
Kästchenbild Midlifekrise


Midlifekrisen erleben doch nur Männer


Oder?

Ich dachte immer, die Midlifecrisis ist typisch für das starke Geschlecht. Die Männer machen einen auf stark, stehen mit beiden Beinen im Leben, treiben ihre Karriere voran, verdienen das Geld, ernähren die Familie. Dann, meistens schlagartig mit dem 40. oder 45. Geburtstag stehen sie vor ihrem Leben und fragen sich: War das alles? Ich bin doch ein Mann, ich will etwas erleben. Ich wollte doch immer einen Sportwagen fahren. Ich wollte doch als Kind so gerne ein Abenteurer werden. Ich wollte schon immer einmal etwas Verrücktes tun. Ich wollte doch … Und dann stellen sie fest, was sie bekommen haben: Der Sportwagen ist dem Kombi gewichen, das einzige Abenteuer im Leben eines Mannes ist der Gang durch die unergründlichen Gänge eines Supermarktes und das Verrückteste im Leben war, dabei zuzusehen wie der Sohn mit seinem gebrochenen Bein Kunststückchen auf Krücken hingelegt hat. Und das bitter verdiente Geld fließt in die Familienkasse.

Frauen haben es da leichter, könnten wir meinen. Die bekommen Kinder und fangen mit Mitte zwanzig schon an, ihr Leben in andere Bahnen zu lenken. Auch wer sich gegen Familie entscheidet, kommt scheinbar leichter mit den Tücken des Lebens zurecht. Frauen sind sowieso gezwungen, sich dem Rhythmus der Natur anzupassen. Ich denke da nur an den weiblichen Zyklus, der allmonatlich wie die Phasen des Mondes auf und ab schwingt. Frauen leiden meistens nicht so stark unter der sogenannten Midlifecrisis wie Männer, weil sie durch andere Schwierigkeiten schon früher im Leben darauf vorbereitet werden. Aber das heißt nicht, dass wir als Frau davor geschützt sind. Eine Krise in der Lebensmitte kann uns genauso hart treffen wie einen Mann.

 

Warnsignale erkennen


Wer die Signale rechtzeitig erkennt, der kann auf die Krise besser, schneller und früher reagieren. Die Midlifekrise trifft uns dann nicht so hart. Solche Warnsignale können sein:

-       Das Gefühl, Chancen verpasst zu haben und nun keine mehr zu bekommen

-       Schuldgefühle

(Ich bin Schuld am missglückten Lebensentwurf meiner Kinder. Ich bin schuld, dass mein Mann fremdgeht.  Ich bin Schuld an …) Wir sind an gar nichts Schuld, auch wenn uns das mancher Spiritualitäts-Kurs vermitteln will. Schuldgefühle untergraben nur unser Selbstbewusstsein. Schuldgefühle können uns aber bewusst machen, dass wir unseren Gemütszustand endlich selbst in die Hand nehmen müssen, denn das können wir beeinflussen.

-       Neid

Obwohl uns Neidgefühle bisher fremd waren, tauchen sie plötzlich auf oder wir werden uns ihrer bewusst. Die Nachbarn waren uns immer egal, aber jetzt, mit Ende dreißig stellen wir fest, dass wir gerne genauso glücklich leben möchten wie sie, es aber irgendwie nicht tun.  

-       Unzufriedenheit im Job, im Leben, in der Familie, nichts fühlt sich mehr richtig an 

-       Fragen tauchen auf: Soll das schon alles gewesen sein? Soll das jetzt noch 30 Jahre so weitergehen? Was soll der Sinn sein? 

-       Keine Ziel mehr, keine Träume, Fantasielosigkeit und das Ende der Sinnsuche

 

 

Bewusstes Durchleben der Krise erleichtert das Weiterkommen


Wenn wir erkennen, dass wir uns in einer Krise befinden, wollen wir das zuerst nicht wahrhaben. Denn: Krisenzeiten sind eben Regenzeiten. Alles ist grau, wir wollen nicht rausgehen, haben keine Lust auf Veränderungen und es scheint nie mehr besser werden zu wollen. Das will niemand bewusst erleben. Aber genau das sollten wir tun. Das bewusste Miterleben der Krise. Wenn wir erkennen und anerkennen, dass es uns schlecht geht, dann finden wir auch schneller eine Lösung. Andernfalls wehren wir uns gegen einen Zustand, den wir nicht haben wollen. Unsere Energie fließt in etwas, wogegen wir kämpfen. Wenn wir aber unsere Situation bewusst wahrnehmen wie etwa ein gebrochenes Bein, das wir auch nicht verleugnen können, dann schaffen wir es viel früher, die Schattenseiten in unser Leben zu integrieren und neue Wege zu gehen. Was ist so schlimm daran, sich einzugestehen: Ich bin nicht meiner Großen Liebe begegnet? Oder: Ich habe keine Ziele mehr.

Das Problem der Midlifekrise ist nicht die Krise an sich, sondern dass wir an einen Punkt in unserem Leben kommen, an dem wir mit Probleme gar nicht rechnen. Wir haben das Früher hinter uns gelassen und stehen plötzlich in der Zukunft. Alle unsere Träume haben sich erfüllt, unsere Ziele sind erreicht, alle Leitern sind erklommen – von Geld über Partner hin zur Familie und einem gemütlichen Heim. Wir wissen nicht genau, was jetzt noch kommt. Und das macht uns Angst. Wir haben Angst, dass nun alles so weiter geht wie im Märchen: … und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Wir wissen nicht mehr, wie man träumt oder sich neue Ziele setzt. Wir haben doch immer auf die Zukunft hingearbeitet und da kommt uns die Zukunft gar nicht recht. Denn sie ist da, diese vermaledeite Zukunft. Woraus sollen wir denn jetzt hinarbeiten?

Ich habe mich das jedenfalls gefragt. Aber bewusst ist mir das erst geworden, als ich mit der Nase darauf gestoßen wurde. Meine Zukunft ist eingetreten, ich habe Partner, Heim, Kinder, Geld und ein gutes Leben, kurz: alles, was ich mir gewünscht habe - mit Ende dreißig. Aber jetzt kriselt es in meinem Leben, weil mir die Ziele fehlen. Weil Ziele der Sinn des Lebens sind, weil sie mich aufrechterhalten, mich motivieren, morgens aufzustehen und weiterzumachen, aber plötzlich nicht mehr da sind. Doch seit mir das bewusst ist, fällt es mir viel leichter damit umzugehen. Die Krise ist jetzt etwas Normales. Diese Fragen gehören auch zum Leben. Und diese Wendepunkte. Seit mir bewusst ist, dass ich mich in einer Midlifekrise befinde, lebe ich viel entspannter. Die Suche nach der Befriedigung hat aufgehört, sie ist auf wundersame Weise sogar eingetreten. Ja, ich bin trotz Krise irgendwie zufriedener als zuvor. Ich habe die Krise als Wendepunkt erkannt und freue mich jetzt darauf, mich da wieder heraus zu arbeiten. Aber es ist kein Kampf mehr, es ist jetzt ein Neuanfang.

 

Die Krise als Wende


Die Midlifekrise ist keine Einbahnstraße ins Alter. Wir müssen nicht tagein tagaus im Hamsterrad bleiben bis wir alt und grau sind. So viel habe ich erkannt. Ich habe versucht, mich an meine Mutter zu erinnern. Und ihr kam in der Lebensmitte im Wahrsten Sinne des Wortes „die Wende“ zugute. Als 1989 die DDR ihrem Ende entgegensah, stand meine Mutter auf ihrem Höhepunkt. Sie war damals Mitte Vierzig, die Kinder waren schon gezeugt, das Haus schuldenfrei, der Trabi längst bezahlt. Aber sie wurde vor das berufliche Aus gestellt. Ungewollt. Unerwartet. Gnadenlos. Doch das war die erzwungene Wende in ihrem Leben, die sie gut gemeistert hat. Sie hat nicht länger als Programmiererin gearbeitet, sondern in der Verwaltung noch einmal Karriere gemacht, sich bis zur Amtsleiterin hochgearbeitet und kann bald beruhigt in Rente gehen. Doch nicht jedem kommt in der Lebensmitte ein Schicksalsschlag entgegen. Wir sind zwar unzufrieden im Job, müssen uns da aber alleine heraus helfen. Und auch wer gekündigt wird, ist mit dieser erzwungenen Wende nicht glücklicher, verfällt in der Arbeitslosigkeit vielleicht sogar in Mutlosigkeit und kommt aus der Krise nicht mehr heraus. Doch eine Krise ist kein Ende, nur ein Wendepunkt. Wir müssen unsere Antennen in Richtung Neuanfang drehen, dann kommen wir auch wieder heraus. Schauen wir optimistisch in die Zukunft, lässt sich der negative Lebensabschnitt besser aushalten.
Die vielen Berichte anderer Frauen machen mir Mut, dass es noch jede Menge Möglichkeiten gibt, neue Träume zu leben.  
 
 

 

 
              










                     



Lebe Deine Mission BASIC Edition

Berufung erleben: Akademie.Community.Inspiration

Sonntag, 8. Oktober 2017

Wie aus Kästchen Bilder werden – Teil 1: Materialauswahl


Auf kariertem Papier die Kästchen bunt auszumalen ist zunächst keine große Kunst. Aber selbst wenn die Kästchen nur in einer Farbe auf einer kleinen Fläche ausgemalt werden, entsteht, von weitem betrachtet, ein schönes Bild. Dieses Kästchenbild kann Emotionen wecken oder einfach schön anzusehen sein.
Die Bilder entstehen durch die Menge der ausgemalten Kästchen. Je größer, umso wirkungsvoller. Damit die Ergebnisse kunstvoll aussehen, kommt es auf die richtige Grundausstattung an.
 
Kästchen Bilder Anleitung
Kästchenbilder malen
 
 

Grundlage ist immer kariertes Papier

Dieses kann entweder klassisches 5x5mm Papier sein oder ihr verwendet Papier mit  etwas größeren Kästchen á 7x7mm, das häufig in der Grundschule verwendet wird.
Grundsätzlich gilt: je größer die Kästchen, umso dicker darf der Stift sein.
Idealerweise bietet sich etwas dickeres Papier an, das sich nicht so schnell wellt und auf dem sich die Farbe nicht durchdrückt. Der klassische Collegeblock ist leider weniger geeignet. Besser sind hochwertige Notizbücher mit dickem Papier. Auch auf das Weiß solltet ihr achten. Blütenweißes Papier ohne Schmutzpartikel liefert am Ende die besten Ergebnisse.
 
Wer seine Bilder später einscannen oder anderweitig digitalisieren möchte, sollte zusätzlich darauf achten, dass die Stärke der Linien nicht hervorsticht.

 
Je geringer der Kontrast der Linien, umso kunstvoller wirken später die Ergebnisse. Wer es sich zutraut, kann auch auf leerem Papier malen und eine karierte Vorlage unter das oberste Blatt legen. Hier wirken die Ergebnisse aber auch schnell verwackelt, weil dem Auge die Orientierungslinie fehlt. Fehler werden somit gnadenlos sichtbar.


Ich arbeite am liebsten mit den Notizbüchern von Oxford. Das Papier ist blütenweiß, sieht hochwertig aus und fühlt sich glatt an. Es wellt sich nicht und die Linien der Karos sind nur matt gedruckt und fügen sich so sehr harmonisch ins Gesamtbild.
 

Wer es gerne farbig mag, kann sich unter https://www.stilkunst.de/s62_graphics.php

kostenlos kariertes Papier in allen Variationen (breite Farbauswahl, große und kleine Quadrate, Rechtecke, Millimeterpapier) downloaden. Auf 150g Papier gedruckt entstehen dank diesen Vorlagen richtige Kunstwerke, die gerahmt an die Wand gehängt werden können und so nicht nur euch selbst erfreuen. Die Macher von https://www.stilkunst.de/ nehmen für die Bereitstellung kein Geld, sondern bitten um Spenden für soziale Projekte. Eine tolle Kombination.  

 

Auf den richtigen Stift kommt es an

Auf jeden Fall solltet ihr Stifte mit deckenden Farben benutzen. Buntstifte sind weniger geeignet, weil das Ergebnis meist nicht so deckend ausfällt.
Ideal sind Filzstifte, die nicht klecksen und gleichzeitig eine scharfe Linie erzeugen können. Die Spitze darf also nicht zu dick sein. Für das Ausmalen der Farbfläche ist eine etwas dickere Spitze durchaus geeigneter als ein Fineliner, weil sie weniger Schattierungen zurücklässt. Eine dickere Spitze hingegen verhindert oft das präzise Nachzeichnen der Karolinien. Die gesunde Mischung macht’s.   
Ich nutze ausschließlich Fineliner von Stabilo, Point 88. Die Fineliner von Staedler sind ebenfalls geeignet, allerdings ist mir hier die Spitze mit 0,3mm schon etwas zu klein. Wer alternative Produkte ausprobieren möchte, sollte auf eine in Metall gefasste Spitze achten und auf einen gleichmäßigen Farbaustritt. Ich habe auch schon Billigmarken ausprobiert und war wirklich unzufrieden, weil einzelne Stifte unvorhersehbar gekleckst und mein ganzes Tagwerk zerstört haben. Die höhere Qualität zahlt sich in jedem Fall aus.
Gelstifte können auch schöne Ergebnisse liefert, weil die Farben zusätzlich zu dem deckenden Ergebnis meist noch schön glänzen. Die dickere Spitze erfordert aber auch mehr Übung. Außerdem lassen sich mit Gelstiften die Ecken häufig nicht so präzise Nachzeichnen wie mit einem Fineliner.
 
 

Eine feste Unterlage nutzen

Am besten arbeitet es sich in einem Notizbuch, das mindestens die Größe A5 hat. Die einzige Schwierigkeit bei dem Ausmalen der Kästchen auf einem Block oder in einem Notizbuch, ist die Arbeit am Rand. Hier können die Finger verkrampfen und das Ergebnis wird möglicherweise verwackelt oder zittrig aussehen. Abhilfe schafft hier das jeweils größere Format. Wer ein kleines Bild im DIN A6 Format malen möchte, sollte auf einen Block der Größe DIN A5 zurückgreifen und dort immer in der Mitte malen. Das Motiv, das auf DIN A5 gemalt werden soll, wird am besten auf einem DIN A4 Block verwirklicht und so weiter. Die fertigen Kästchenbilder sehen dadurch insgesamt auch schöner aus, weil die verbleibende freie Fläche an den Rändern wie ein Rahmen wirkt.
 
Wer keinen Block, sondern einzelne Blätter verwendet, kann eine glatte, aber nicht zu feste Unterlage verwenden. Hierzu eignen sich Unterlagen wie ein Zeichenblock der Größe DIN A3, eine Schreibtischunterlage mit Abrissblättern oder eine spezielle Malunterlage für Künstler aus Silikon. Eine Backunterlage tut es übrigens auch. Die Tischplatte ist erfahrungsgemäß zu hart und zu rutschig. Die Blätter finden nicht den richtigen Halt, dadurch können die Striche und Farbflächen verwackeln. Auch rutscht das Blatt gerne mal ‚unter der Hand weg‘. Am besten eignen sich oben genannte wie Zeichenblock und co. Diese Unterlagen haben zusätzlich den großen Vorteil, dass sie als Schmierblatt oder für Probestriche perfekt geeignet sind.
 
 

 

 
        
 
           





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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Stell dir vor … #5



Blogparade Stell dir vor Kästchenbild
Stell dir vor ...

  


        ... du bist vom anderen Geschlecht.  

 

            
                                      





Wie wäre das?

Gut oder schlecht?

Was würde dich stören?

Welche Vorteile siehst du?

Oder gefällt es dir besser, wenn alles beim Alten bliebe?
 


Kästchenbilder Blogparade Stell dir vor
Stell dir vor ... du bist vom anderen Geschlecht
  

Mir könnte das gut gefallen, wenn ich ein Mann wäre. Ich stelle mir das Leben als Mann leicht vor. Allein schon deshalb, weil ich dann nicht allmonatlich mit dem weiblichen Zyklus konfrontiert wäre. Ich müsste mir keine Gedanken um die Monatshygiene machen, wäre beim Schwimmen nicht eingeschränkt und hätte weniger Kopfschmerzen. Überhaupt stelle ich mir das Leben als Mann mit weniger Kopfzerbrechen vor. Der Kühlschrank wäre stets gefüllt, weil sich jemand anderes darum kümmert. Bei der Kindererziehung beschränken sich meine Aufgaben darauf, Spaß zu haben. Ich würde es auch genießen, mein Können im Haus unter Beweis zu stellen. Renovierungsarbeiten würde ich hobbymäßig selber machen und anschließend allen mein Ergebnis bei einer Party präsentieren. Nach Feierabend hätte ich wirklich frei und würde mein eigenes Gemüt nicht mit so banalen Dingen wie Staub wischen und Fenster putzen belasten.

Auf der anderen Seite würde es mir aber nicht gefallen, eine höhere finanzielle Verantwortung zu tragen und eine Familie zu ernähren. Es würde mir schwer fallen, zugunsten des Berufes auf meine Selbstverwirklichung zu verzichten, die ich als Frau gefühltermaßen besser vorantreiben kann. Insofern bin ich ganz froh, dass dies hier nur ein Ausflug war.   

 

Wenn du auch eine lebhafte Fantasie hast und dir etwas vorstellen möchtest, dann fühl dich eingeladen, dabei zu sein. Jeden ersten Mittwoch im Monat neu. Hier sind die Regeln:

1.      Poste einen Artikel auf deinem Blog zum aktuellen „Stell dir vor … #“

Du hast bis Ende des Monats Zeit (Oktober 2017)

2.      Verlinke in deinem Text auf diesen Artikel.

3.      Hinterlasse einen Kommentar mit Link. Ich komme dich gerne besuchen.

4.      Alle im aktuellen Monat eingereichten Beiträge verlinke ich im nächsten „Stell Dir vor... #“ als Anregung für die neue Runde.




 

Sonntag, 1. Oktober 2017

Wie wirkt Orange?


Farben beeinflussen unsere Stimmungen. Sie wirken auf Körper und Seele. Jede Farbe besitzt eine typische Wellenlänge und Energie. Körper und Geist nehmen diese Energie auf und reagieren entsprechend. Farben werden daher bestimmte Eigenschaften wie kühlend (blaues Licht) oder beruhigend (rotes Lichte) zugewiesen. Die Farben verursachen bei Mitgliedern einer Gesellschaft meist ähnliche Wirkungen, deshalb lassen sich bestimmten Farben auch feste Eigenschaften zuweisen. Die individuelle Wirkung einer Farbe auf jeden Einzelnen kann davon allerdings abweichen. Deshalb ist es wichtig, sich selbst gut zu beobachten und seine eigene Reaktion und Stimmung auf Farben zu erkennen und für die eigene Gesundheit einzusetzen.  Heute betrachten wir die Wirkungen der Farbe Orange etwas näher.


Kästchen Bilder Orange
Kästchenbild Orange
 
 

Farbwirkungen: Orange


Die Farbe Orange steht symbolisch für  Lebensfreude. Sie wird mit einer gewissen Leichtlebigkeit in Verbindung gebracht.

Weitere zentrale Themen, die mit Orange assoziiert werden sind Optimismus, Kontaktfreude und Selbstvertrauen. Orange wirkt als Stimmungsaufheller und fördert Aufgeschlossenheit.

Das zweite Chakra, das Sakralchakra, steht in enger Verbindung mit der Farbe Orange. Dieses Chakra liegt in etwa auf Höhe des Kreuzbeins, leicht oberhalb der Geschlechtsorgane. Es wirkt auf die Geschlechtsorgane, die Nieren und die Blase. Gleichermaßen wirkt sich auch die Farbe Orange körperlich auf Beschwerden in diesem Bereich aus.

Orange wirkt körperlich, indem  Blutkreislauf und Lymphfluss, Samenflüssigkeit und Urinbildung beeinflusst werden sowie eine Entgiftung des Körpers über die Nieren und Harnwege harmonisch gesteuert werden kann.

Im seelisch-geistigen Bereich steht wie oben schon erwähnt die Lebensfreude im Vordergrund. Der Anblick von orangefarbenen Gegenständen, Lebensmitteln, Badewasser und Licht fördert die Kreativität, belebt und steigert die Anziehungskraft. Kurz: Orange steigert die Lebenslust.

 

Individuelle Farb-Erfahrungen


Ich bastele mir gern mein eigenes Bild. Denn auch wenn Farben diese Wirkungen begünstigen, so wirkt sich der Anblick auf jeden etwas anders aus. So kommt es immer auf die Lichtverhältnisse an sowie auf persönliche Erfahrungen. Jemand, der als Kind orangene Tapete in seinem Zimmer an der Wand hatte und schlechte Erfahrungen damit gesammelt hat, wird die Farbe Orange nicht unbedingt mit erhöhter Lebensfreude verbinden.

In der Regel passen die allgemein festgestellten Wirkungen aber gut. Diese wurden sogar wissenschaftlich untersucht und werden beispielsweise beim Design von Verkaufsflächen tatkräftig als verkaufsunterstützendes Mittel eingesetzt. Trotzdem: letztendlich stellen wir individuelle Abstufungen der Wirkungen fest.


Orange und ich


Auf mich wirkt Orange tatsächlich lebensbejahend und erfrischend. Ich stelle mich auf die Farbe besonders ein, wenn ich mich in Achtsamkeit übe. Dazu male ich ein Kästchenbild nur in Orange. Anfangs habe ich nur versucht, die Wirkungen zu fühlen. Inzwischen gelingt es mir sogar, meine Stimmung dadurch positiv zu beeinflussen. Ich verwende Orange für Kästchenbilder, wenn ich mich während des entspannenden Malens besonders erfrischen möchte, wenn mir eine kreative Idee fehlt oder ich einfach einmal schlecht gelaunt bin.

Besonders in den Tagen vor den Tagen hilft mir Orange, meinen Rhythmus zu finden und im Gleichgewicht zu bleiben. Die Farbe regt mich leicht an, ohne zu sehr auf Aktivität zu drängen. Sie holt ein Gemütlichkeitsgefühl hervor, vermittelt mir Wärme und Geborgenheit. Ich fühle mich sicher. Ich trage dann gerne ein orangefarbenes Halstuch. Wenn ich eine Orange esse, habe ich mehr Lust auf noch zu erledigende Aufgaben und auch der Duft von Vanille passt dazu. Orange ist einfach eine Farbe zum Knuddeln und Wohlfühlen.

     



 

 

 
             





              



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