Sonntag, 26. März 2017

Auf der Suche nach Spiritualität


 

Wie beginnen? 


Die spirituelle Suche beginnt dort, wo das Wünschen aufhört. Wenn wir erkennen, dass es keinen Sinn ergibt, sich von Wunscherfüllung zu Wunscherfüllung, von Traum zu Traum zu hangeln und wir am Ende entdecken, dass sich gar nichts erfüllt hat. Wir suchen weiter nach der Erfüllung oder nach dem Sinn.


Kästchenbilder Suche nach Spiritualität
Kästchenbild Spiritualität
 






Ein spirituell Suchender will Erfüllung


Es gibt Menschen, die sind zufrieden mit sich und der Welt, aber keineswegs spirituelle Menschen. Die können sich glücklich schätzen, denn das Leben ist ihnen wohlgesinnt. Wahrscheinlich hatten sie eine behütete Kindheit, Freunde und einen Haufen sinnvolles Spielzeug. Später landeten sie in ihrem Traumjob, den sie noch heute ausüben, werden von einem liebevollen Partner begleitet, ihre Kinder sind weder behindert noch schwer erziehbar und sie besitzen ein Haus, ein Auto und genug Geld zum Leben. Alles in allem – sie sind Glückspilze. Solche Menschen sind von Natur aus lebenslustig und strahlen das auch aus. Sie sind erfüllt. 

Dann gibt es Menschen, die könnten sich glücklich schätzen, weil sie oben genannte Eigenschaften und Errungenschaften alle besitzen. Meistens läuft es auch ganz gut, so dass sie keinen weiteren Bedarf an noch mehr Zufriedenheit haben. Aber Glück und Lebensfreude sieht anders aus, sie suchen nach mehr – nach dauerhafter Erfüllung.

Auf der anderen Seite leben Menschen, die sich nach solch einem erfüllten Leben sehnen. Sie aber hängen in einem Job fest, der sie nicht die Bohne interessiert, verdienen einen Hungerlohn, sind Single, beziehungsunfähig oder gar alleinerziehend und nicht so stark wie das von der Gesellschaft gerne erwartet wird. Sie weinen oft und wissen nicht ein noch aus. Wenn sie nicht gerade depressiv sind, probieren sie allerlei Freizeitbeschäftigungen aus, kaufen sich Dinge, besuchen Kurse, lesen Bücher und gehen auf Partys, um ihren Hunger nach Sinn zu befriedigen.  

Ich persönlich sehe mich als eine Mischung aus den ersten beiden Typen. Ich hatte nie wirklichen Mangel an irgendetwas erlitten. Mir wurde fast immer alles geschenkt, was ich brauchte: Elternliebe, eine gute Ausbildung, ein fester Job, Freunde, Ehepartner, gesunde Kinder, eine eigene Wohnung, Gesundheit und jede Menge erfüllende Freizeitbeschäftigungen. Und trotzdem klaffte dort diese Lücke in meinem Herzen.  

Aktivitäten, Shoppingtouren oder das Lesen von Büchern können dieses Loch nicht schließen. Wer diese Lücke schließen will, der begibt sich auf die spirituelle Suche.

Der Ausgangspunkt


Um die spirituelle Suche zu beginnen, sollten wir bereit sein, das äußere Wünschen aufzugeben, weil wir realisiert haben, dass es sinnlos ist, immer höher, weiter, schneller zu werden. Weder das neueste Handy, noch ein anderer Lebenspartner kann diese Lücke schließen, kein Buch der Welt und auch kein Geld.

Der Blick nach Innen fällt vielen aber nicht so leicht und deshalb suchen die meisten Menschen Spiritualität erst dann, wenn sie an einem Punkt in ihrem Leben nicht mehr weiterkommen, wenn sie in eine Sackgasse geraten sind. Das können Existenzprobleme sein, Liebeskummer oder der Tod eines nahestehenden Menschen, Schicksalsschläge wie Unfälle oder plötzliche Krankheiten. Wir wissen nicht mehr weiter und denken: „Das kann’s doch nicht gewesen sein!“

Mein persönlicher Ausgangspunkt war komischerweise kein harter Schicksalsschlag, sondern eigentlich ein sehr positives Ereignis. Mir war plötzlich bewusst, dass ich Gott suchte. Und mir war bewusst, dass ich ihn in nichts außer mir selbst finden würde.

Das Wichtigste war: ich entschied mich, mit mir selbst glücklicher zu werden und diese Lücke endlich zu schließen.


Wenn wir erkannt haben, dass wir unser Glück nur in uns selbst finden, in unseren Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen, dann sind wir bereit für die spirituelle Suche.

Entscheidung Spiritualität: Wo nun anfangen?


Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Die Antworten sind so vielseitig wie die Menschen. Der eine fängt mit einem Spiel an, jemand anders sucht das Gespräch mit einem Coach, wieder andere gehen in die Kirche oder besuchen Meditationskurse. Da wären wir schon mittendrin, im Anfang. Denn jeder muss in sich selbst hineinhorchen, was ihm gut tut.

Ich selbst hatte mich schon vor der ernsthaften spirituellen Suche mit Meditation und Buddhismus beschäftigt, weil mich die Ruhe und Klarheit der buddhistischen Mönche schon immer sehr beeindruckt haben. Das wollte ich für mich auch. Ich habe also viel meditiert und einige Bücher gelesen. Spiritualität hatte zu dem Zeitpunkt aber noch etwas Negatives, etwas Utopisches an sich. Das kam auch, weil ich mich nicht traute, vor und mit meinem Mann darüber zu sprechen, weil er eine eher negative Einstellung spirituellen Themen gegenüber hat. Aber spirituelle Texte und Musik haben mich schon immer angezogen.

Da ich ein visueller Typ bin, begann ich viel zu lesen. Bücher über Lojong und Meditation, psychologische Bücher über das innere Kind und Ratgeber über Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Die meisten Bücher habe ich in der Bibliothek ausgeliehen, weil ich so viele Bücher verschlang. Und jedes Buch enthielt weitere Tipps und Hinweise sowie Buchempfehlungen, die ich auch noch ausprobieren wollte. Und so las ich, bis ich auf ein paar entscheidende Bücher gestoßen bin, die mir die Augen geöffnet haben. Bücher, die ich nicht nur einmal, sondern mehrmals las, ja förmlich studierte. Und eines Tages dann kam der PAB-Moment. Aber zurück zum Anfang.  

Die Suche beginnt

Beginnen wir ganz vorne, hier sind einige Tipps, die den Einstieg in die spirituelle Suche erleichtern: 

1.    Lesen


Wer gerne liest kann zu spirituellen Ratgebern greifen.
Erfahrungsberichte im Internet sind auch sehr hilfreich. Es gibt jede Menge spiritueller Seiten und Blogs.
Auch das Abonnieren von Facebookseiten und Newslettern hilft, auf dem spirituellen Weg voran zu kommen.


2.    Hören


Hörbücher können Bücher wunderbar ersetzen. Es gibt jede Menge vertonter Texte. Das gehörte Wort spricht einige besser an als andere.
Auch spirituelle Klänge können den Geist beruhigen und so ein Zugang zum inneren Selbst werden.
Wer gerne unter Menschen ist, kann auch einen Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde besuchen oder an einer Veranstaltung teilnehmen.


3.Bewegen


Yoga oder QiGong sind wunderbare Methoden, um sein Inneres näher zu erfahren. Der Einstieg ist jederzeit möglich und die Übungen sind sanft und leicht zu merken. Die langsamen Bewegungen helfen, konzentriert zu bleiben und den Geist zu beruhigen.

Auch Sport kann helfen, sich besser zu fokussieren und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Der Kopf ist frei und das Wahrnehmen der inneren Stimme wird leichter.

4.    Meditation


Zugegeben: das lange Sitzen in der Meditation ist nicht jedermanns Sache. Dennoch ist sie eine der besten Möglichkeiten, zu seinen inneren Gefühlen durchzudringen und spirituell schnell Erfolge zu erzielen.

Wer gar nicht Sitzen kann oder möchte, der kann es mit einer Gehmeditation versuchen oder im Liegen meditieren.  

 

5.    Kontemplation


Wer sich mit der Meditation schwer tut, aber dennoch geistig arbeiten möchte, dem kann ich Kontemplation empfehlen. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf einen Satz, einen Text oder ein Objekt und der Geist versucht, tiefere Erkenntnisse daraus zu gewinnen. Es kann zu Offenbarungen kommen und die Aha-Effekte können groß und wirksam sein.

Wichtig bei allen Versuchen die spirituelle Dimension zu erfassen ist, dass wir fokussiert auf uns selbst bleiben. Kein Rat von anderen ist so wirksam wie ein Rat, den wir uns selber geben können. Es sind nicht die Bücher oder musikalischen Stücke an sich, die uns weiter helfen, sondern die Erkenntnisse, die wir für uns persönlich daraus gewinnen und anwenden. Nur wenn wir den tieferen Sinn dessen erfassen, was wir lesen, hören, spüren und aufnehmen, helfen uns diese Dinge von außen. Dazu müssen wir uns auf das Gelesene, Gehörte und so weiter einlassen und die Tipps auch anwenden.



Nach den ersten Schritten


Ein neuer Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt. Wenn wir einmal einen Zugang zu spirituellen Texten und Inhalten gefunden haben, eröffnen sich automatisch neue Wege. Es geht weiter und weiter, bis wir schließlich genau das gefunden haben, was wir gesucht haben.

Es kommt zu einem Bewusstseinssprung.

Das Erwachen ist das erste Ergebnis unserer Suche. Ein erwachter Sucher beginnt, alles in einem neuen Blickwinkel zu betrachten und die Veränderung nimmt seinen Lauf. Das kann lange dauern oder schnell gehen, je nachdem wie ernsthaft ein Schüler seine Suche betreibt.

Ich selbst habe viele Bücher und spirituelle Artikel gelesen, bis ich schließlich auf DAS EINE Buch gestoßen bin, das mir geholfen hat, endlich den tieferen Sinn all des Gelesenen zu erkennen. Das Buch heißt „Das Unpersönliche Leben“ von Joseph S. Benner




Und genau in diesem Buch fand ich die tiefe Einsicht, dass ich selbst ein Teil Gottes bin. Weiterhin wurde mir klar, dass es nötig war, vorher so viel zu lesen und zu studieren, dass mir die Inhalte überhaupt einleuchteten. Hätte ich vorher nicht schon so viel anderes ausprobiert, wäre ich vielleicht nie auf dieses Buch gestoßen. Andererseits hätte alleine dieses Buch ausgereicht, mir zu helfen. Aber ich kannte niemanden, der mich von Anfang an darauf gestoßen hat. Aus meiner Sicht ersetzt die Lektüre dieses Buches eine ganze Bibliothek an spiritueller Literatur. Deshalb möchte ich es euch gerne empfehlen.

 

Bloß nicht aufgeben


Was für den einen aber der richtige Weg ist, muss für den anderen nichts bedeuten. Deshalb ist es wichtig, weiterzugehen auf dem spirituellen Pfad, solange bis die Einsicht kommt und man sich nach dem Erwachen auf den Weg zur Erleuchtung machen kann.

Lasst euch nicht entmutigen, wenn die ersten Versuche nicht erfolgreich sind. Es kommt der Tag, an dem DER EINE TIPP zur Erkenntnis der eigenen Wahrheit führt und ab sofort alle bishin gelesenen Ratschläge sofort eine neue Qualität bekommen. Und dann: PAB – Plötzlich Alles Bewusst 


            




















Wunschmeditation


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