Sonntag, 12. März 2017

Vom Glück der Dankbarkeit



Glück - was ist das eigentlich, was wir da dauernd suchen? Es ist der wundervoll freudige Zustand, von Herzen fröhlich zu sein. Je mehr Freude in unserem Leben herrscht, umso glücklicher sind wir. Glück wird von vielen Faktoren beeinflusst, in meinem Leben gerade besonders von der Dankbarkeit. Dankbarkeit macht glücklich.

 

Kästchen bilder dankbarkeit
Kästchenbilder Dankbarkeit






Dankbarkeit ist gar nicht so leicht


Früher war ich beim Thema Dankbarkeit eher abgeschreckt als dass ich es mit Glück in Verbindung gebracht hätte. Meine Denkweise war negativ geprägt und wirklich dankbar konnte ich mich nicht fühlen, selbst wenn mir bewusst war, dass ich so viel Gutes in meinem Leben habe. Trotzdem war ich von Sätzen geprägt wie: 

Sei dankbar für das was Du hast.
Eigentlich solltest du dankbar sein.
Du hast doch alles, was du brauchst. Was willst du noch?
Sei nicht so undankbar.

 
Für mich waren das hohle Phrasen, weil ich grundsätzlich in meinem Leben eher unzufrieden war.

Dabei hätte ich wirklich dankbar sein können. Ich hatte einen Job, meine Familie ist gesund und munter, wir haben genug Geld, eine eigene Wohnung, unternehmen viel und es mangelt mir an nichts. Dennoch fühlte sich das Ganze nicht ganz rund an. Mein Job war nicht mehr das Gelbe von Ei, in meiner Beziehung kriselte es gewaltig und die Kinder haben zeitweise nur Arbeit gemacht. Ich fühlte mich gefangen in meiner tollen Welt, die ich so eigentlich gar nicht haben wollte.  

Wieso sollte ich dankbar sein für einen Job, der mir keinen Spaß macht?
Wozu dankbar sein für eine Ehe, in der so oft gestritten wird?
Welche Dankbarkeit haben meine Kinder verdient, die mir auf der Nase herumtrampeln?

Ich ertappte mich einfach dabei, mich über die Dinge, die ich hatte, zu beschweren, weil ich sie eigentlich so gar nicht haben wollte. Ich hatte mir alles anders vorgestellt und deshalb war ich auch nicht wirklich dankbar.

 

Dankbarkeit lässt sich üben


Dankbarkeit kann man lernen. Und gerade für die Übungen der Dankbarkeit braucht es kaum Aufwand und Mühe. Es genügt, sich Gedanken zu machen, wofür man im Leben wirklich dankbar ist und dann kommen weitere Situationen und Eigenschaften automatisch hinzu. Eine Sache, für die ich wirklich von Herzen dankbar bin, kann so zu einer Flut von Ereignissen und Situationen werden, die mich noch dankbarer und somit glücklicher machen.

Ich muss ja nicht unbedingt für das dankbar sein, was ich mir eigentlich aus meinem Leben wegwünsche. Nein, ich bin nicht dankbar für die Streitereien in der Familie oder für den miesen Job, zu dem ich mich morgens hin quäle.

Aber ich kann dankbar sein, dass meine Kinder morgens alleine aufstehen, sich fertig machen und zur Schule gehen. Ich bin dankbar, dass ich meinen Job aufgeben konnte und nun einen Blog führe. Ich bin auch jedes Mal dankbar, wenn ich es geschafft habe, dreimal pro Woche Sport zu treiben.

 

Ein wahrer Strudel der Dankbarkeit


Und während ich so über Kleinigkeiten nachdenke, für die ich wirklich dankbar bin, kommen mehr und mehr Dinge hinzu, für die ich ebenfalls dankbar bin. Und ehe ich mich versehe, bin ich mitten in einem Strudel der Dankbarkeit. Das erzeugt ein Hochgefühl, das mich plötzlich glücklich macht und das Thema Dankbarkeit erscheint in einem ganz anderen Licht.

Alte Glaubenssätze verblassen, weil ich mir nicht mehr vornehme für Dinge dankbar sein zu müssen, für die man eben dankbar ist (wie Job, Auto, Haus, Beziehung, Geld), stattdessen tauchen viele Kleinigkeiten auf, die mir lange unbewusst waren, die aber wirkliches Glück erzeugen, wenn ich mich daran erinnere. Ich bin zum Beispiel sehr dankbar, dass ich den Frühling mit seinem Erwachen immer besonders genießen kann. Es ist ein schönes Schauspiel, wenn aus dem Dunklen und Grauen wie aus dem Nichts die Schneeglöckchen und Narzissen erblühen.

Besonders dankbar bin ich in Momenten, in denen mir bewusst wird, dass etwas vorher Erbetenes oder eine Erwartung erfüllt wird. Dann bin ich dankbar, dass meine Träume und Wünsche in Erfüllung gegangen sind.

 

Dankbarkeit kann jeder


Das Schöne am Danke sagen ist: Jeder kann jederzeit damit beginnen und es wirkt. Der innere Schweinehund ist so klein, dass man ihn so gut wie gar nicht bemerkt, außerdem werden fast augenblicklich Ergebnisse erzielt, auch wenn man noch nicht so überzeugt ist. Man muss keine Regeln oder Formeln lernen, bevor man dankbar sein kann. Man muss keinen Kurs machen, keinen Ratgeber lesen und keine Freundin befragen. Man muss einfach nur anfangen, dankbar für Kleinigkeiten zu sein. Und schon ist man glücklich. Und wer dieses Glück erstmal gespürt hat, wird automatisch dankbarer und noch glücklicher. Es ist eine Aufwärtsspirale. Dankbarkeit ist also ein wichtiger Schlüssel zum Glück.

 

Ich freue mich, dass dieser Artikel ein Beitrag zu einer Blogparade sein kann, die ihr auf dem Blog Wunschschmiede findet, zum Thema   "Sind sie ein glücklicher Mensch - Wo geht's denn hier zum Glück?"
Danke Andreas fürs einstellen. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Wege zum Glück andere Blogger so einschlagen.

 





















 
 
 
Wunschmeditation

Kommentare:

  1. Hallo Katta,

    erstmal vielen herzlichen Dank für deinen genialen Blogbeitrag zu meiner Blogparade. Super dasDu dich mit dem Glück der Dankbarkeit beschäftigt hast, Danke dafür.
    Viele Grüße

    Andreas

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    1. Oh, freut mich sehr, Andreas, dass dir der Beitrag gefällt - gerne. Viele Grüße Katta

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  2. Dankbarkeit geht tatsächlich immer mehr verloren, beziehungsweise verliert an Stellenwert. Umso besser, dass du diesen wundervollen Blogbeitrag geschrieben hast, um an sie zu erinnern! Lg scarlet (https://scarlettheredsite.wordpress.com)

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    1. Da hast du wohl recht, Scarlet. Dankbarkeit ist heutzutage nicht immer selbstverständlich.

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  3. Vielen Dank für Eure Teilnahme an meiner Blogparade: Miss O`Laugh, Radek Vegas vom Blog Black Jack Winner, Josef Altmann von Karriere und Bildung, Simone von der Best Ager Lounge, Julia von Turnschuh in Bewegung, Katta von Plötzlich Alles Bewusst, Mike von den Beziehungsinvestoren, Frank von Finde Dich Selbst, Anja Jäger, Jenny von Verstaubte Lügen, Jaelle Katz, Ira Christina Boysen von I.J.B., Nessa vom Autorenexpress und Michaela von Platz – nehmen!
    https://www.wunschschmiede.com/2017/04/19/wo-gehts-denn-hier-zum-glueck/

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