Sonntag, 28. Mai 2017

Sich selbst erforschen



Tief in mir gibt es so viel zu entdecken, dass es für mehrere Leben reichen würde. Jeder trägt seine eigene Wahrheit und Weisheit in sich, die es zu erforschen gilt. Wenn wir uns auf uns selbst einlassen, dann sind wir am Ende vielleicht kein Physik-Nobelpreisträger und das Energieproblem haben wir auch nicht gelöst. Aber wir kommen mit dem Leben gut aus und werden weise. Das ist der wahre Sinn des Lebens, weil wir unsere Probleme schnell lösen können und innerlich ruhig und friedlich sind.

Traust du dich, dich selbst zu erforschen?

 

 


Um jedoch dahin zu kommen, ist es nötig, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das will ich heute mal ganz offen tun.
Und zwar mithilfe von 11 Fragen, die Tamara Michaela in ihrer Blogparade Traust du dich ?! auf ihrem IchMeinWas Blog stellt. Ich finde das Thema wirklich spannend und persönlich. Und ja: ich traue mich auch.  

1.    Welche Meinung habe ich von mir selbst? Wie sehe ich mich selbst? Was macht mich aus? 


Ich sehe mich als zurückhaltenden Menschen, der in neuen Umgebungen erstmal vorsichtig Kontakt anbahnt. Neue Menschen und Situationen überfordern mich manchmal, da bin ich sehr ruhig. Wenn ich aber erstmal angekommen bin, komme ich aus mir heraus und werde gesellig und lustig. Ich bin gerne mit anderen zusammen, brauche aber auch viel Zeit für mich alleine. Ich bin gerne mit mir alleine, ich lese dann spirituelle Texte und höre Musik oder spiele Gitarre. Da komme ich immer wieder bei mir selbst an und habe das Gefühl, friedlich zu sein.

Ich meditiere regelmäßig. Außerdem treibe ich viel Sport und koche gerne. Meine Familie ist mir das Liebste, auch wenn ich sie manchmal gerne auf den Mond schießen würde. Zusammengefasst würde ich mich als sehr ausgeglichenen Menschen bezeichnen, der in der Lage ist, das Leben und seine Veränderungen so zu nehmen wie sie nun mal sind. Ich mache, was mir gefällt und traue mich immer wieder was Neues.


2.    Bitte ich um Hilfe, wenn ich Unterstützung brauche? 


Nein, eher nicht. Ich versuche, die Dinge, für die ich mich verantwortlich fühle, größtenteils auch selbst zu erledigen. Wenn ich Dinge delegiere, dann endet das oft im Chaos und ich muss hinterher dennoch selbst noch etwas erledigen. Wenn ich zum Beispiel ans Einkaufen denke: ich bitte meinen Mann einzukaufen, dann erledigt er alles super, aber ich muss ganz genau aufschreiben, was er einkaufen soll. Welches Waschmittel? (Marke und Art), Welche Nüsse? Spätestens bei der genauen Angabe von Marke, Form und Duftrichtung meiner Slipeinlagen hört der Spaß dann auf. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ich andere um Hilfe bitten muss. Zum Beispiel wenn schwere Möbelstücke zu rücken oder zu tragen sind, dann frage ich meinen Mann oder ich bestelle Handwerker. Die neue Spülmaschine lasse ich von den Monteuren der Küchenfirma anschließen. Meistens finde ich in der Familie jemanden, der mir helfen kann, da fällt mir das Fragen leichter als bei Freunden.

Und Pizza bestelle ich nie selbst beim Lieferservice, da bitte ich immer meinen Mann oder meine Kinder.  

3.    Welche Menschen tun mir gut? Verbringe ich mit ihnen genug Zeit? Falls nein, warum nicht? 


Meine Familie tut mir gut, solange alle gut drauf sind. Das ist meistens in Urlaubszeiten der Fall. Wenn alle entspannt sind, dann läuft das Familienleben bestens, da bekomme ich richtig Energie. Ich wünschte, alle wären immer so entspannt wie in den Ferien.

Ich bin gerne mit Freunden zusammen, am liebsten, wenn wir zum Frühstücken verabredet sind oder ins Kino gehen. Ich verbringe nicht so oft bewusst viel Zeit mit meinen wichtigen Menschen, aber mir reicht es. Die Momente, in denen es darauf ankommt, zählen. Und wenn ich die bewusst wahrnehme, dann sind sie alle Gold wert.


4.    Welche positiven Eigenschaften habe ich? 


Ich bin sehr geduldig, hingebungsvoll und kreativ. Außerdem achtsam, sportlich und aufmerksam, sehr emotional und empathisch.

5.    Für welche Dinge im Leben bin ich besonders dankbar? 


Ich danke besonders für das gesunde Leben meiner zu früh geborenen Tochter und dass ich diese Risikoschwangerschaft damals überlebt habe. Überhaupt bin ich dankbar, dass es mir und den Menschen in meinem Umfeld gut geht und manche von ihnen trotz Krankheiten und Problemen ihren Lebensmut nicht verlieren. Das baut mich selbst auch auf.

Und ich bin dankbar für alle meine Sinne, besonders für mein Augenlicht, dass ich lesen und schreiben kann. Ohne wäre ich ganz schön traurig.


6.    Was versüßt mein Leben? 


Komplimente und alles was dazu gehört: Blumen, nette Worte und Blicke.  

Wenn meine Kinder begeistert von etwas erzählen und vor lauter Begeisterung kaum Luft holen können. Das ist so wundervoll.  

Farben und Bilder, ich liebe satte Farben, besonders im Frühling, wenn die Natur erwacht und Farben erscheinen, als würde ich sie zum ersten Mal sehen.

Wenn die Sonne auf grüne Blätter scheint und diese im Wind dann glitzern wie Edelsteine. Da könnte ich stundenlang zuschauen.
Gutes Essen. Ich liebe es, wenn ein Teller schön angerichtet ist, selbst wenn die Menge nur sehr klein ist. Der Obstsalat meiner Tochter mit Sahne und Zimt ist ein Gedicht.  

Musik versüßt mein Leben wie nichts anderes. Wenn es mal brennt, rette ich zuerst meine Lieblingsmenschen und dann meine Gitarre.



7.    Hinterfrage ich meine Handlungen? 


Früher nicht immer. Ich entschied mich oft spontan und impulsiv. Ich habe mich oft umentschieden, weil ich nicht nachgedacht habe. Nur manchmal, wenn ich gemerkt habe: ups, das war ein Fehler, dann habe ich mich hinterfragt, damit mir das nicht nochmal passiert.

Erst in letzter Zeit, seit ich mir einiger Dinge viel bewusster geworden bin, hinterfrage ich, was ich tue. Und ich muss sagen, es macht das Leben leichter.

  1. Was hast du für einen Traum? Und was hindert dich daran, ihn zu leben?

Ich habe immer viel für meine Träume getan. Ich wollte vom Land in die Großstadt ziehen, gesagt – getan. Ich wollte Kinder und Familie, gesagt – getan. Ich träumte davon, meinen Job aufzugeben und nur noch zu schreiben und kreativ zu sein, gesagt – getan. Ich bin, was ich sein will und in meinem persönlichen Traum angekommen. Jetzt würde ich gerne mit meinen Erfahrungen und Texten anderen helfen, auch bei sich selbst anzukommen und erkennen zu können, was sie wirklich wollen.

  1. Stehe ich mir selbst im Weg?

Nur manchmal, wenn ich mich einfach nicht entscheiden kann.

  1. Bin ich gut genug?

Ja. Inzwischen ja. Früher, als die Kinder noch kleiner waren, da wollte ich die perfekte Mutter sein und habe mich selbst unter Druck gesetzt, mit dem was ich alles in der Erziehung erreichen wollte. Heute will ich lieber harmonische Zeiten mit meinen Kindern verbringen und ich bin nur noch streng, wenn es wirklich darauf ankommt. Auch sonst will ich nicht mehr perfekt sein. Wichtig ist mir, dass ich mich mit dem, was ich tue gut fühle.

  1.  Angenommen, ich könnte von vorne beginnen: Was würde ich anders machen?

Ich würde mich von Anfang an fokussieren. Nicht alles zu wollen und möglichst viel zu haben und zu tun ist viel erholsamer und friedvoller als immer vorne dabei sein zu wollen. Ich würde mich viel früher mit mir selbst beschäftigen als nur zu versuchen, Anerkennung von außen zu erhaschen. Und ich würde mehr meditieren und mich auf Klarheit und Weisheit besinnen.


Damit bin ich am Ende angekommen. Ich habe etwas über mich gelernt, nämlich, dass es immer wieder neue Fragen über mich selbst gibt, die ich mir beantworten kann. Das macht am Ende Weisheit aus. Je mehr ich über mich weiß, umso besser komme ich mit dem Leben aus.

Danke Tamara fürs Fragen stellen und viel Erfolg mit Deiner Blogparade.





























Sonntag, 21. Mai 2017

Nur Geduld


Geduld ist eine meiner Stärken. Und trotzdem komme ich an meine Grenzen. Ich möchte auf dem spirituellen Weg schneller vorankommen. Doch hier ist weniger einfach mehr, ich muss noch mehr Geduld lernen, weil Einsichten und Weisheiten manchmal nur sehr langsam kommen. Ich möchte mein Ziel schneller erreichen und werde dabei ungeduldig. 



 


Was bedeutet Geduld?



Geduld – die Fähigkeit zu warten.


Geduld heißt aber nicht nur, fähig zu sein, auf etwas zu warten, sondern dabei einen positiven Geist zu behalten. Wenn wir auf etwas warten, müssen wir sowieso warten bis es eintritt. Nur wer möchte, dass etwas schneller voran geht als es in Wirklichkeit geschieht, der gilt als ungeduldig. Eine bessere Definition wäre daher


Geduld – die Fähigkeit, ruhig zu warten


Wir wollen ein bestimmtes Ziel erreichen und wissen auch wie wir dahin kommen können, aber etwas steht uns im Weg. Das fängt mit der langen Warteschlange im Supermarkt an und geht über Wartezeiten in öffentlichen Behörden bis hin zu längeren Zeiträumen, in denen wir beispielsweise auf die Zusage eines neues Jobs warten. Und dann sind da noch die Ziele, die wir nur mit sehr viel Geduld erreichen können wie etwa das Manifestieren von Liebe in unserem Leben, wenn wir gerade Single sind oder das Verändern einer grundlegenden Charaktereigenschaft. Wer schon einmal eine Diät gemacht hat, weiß, wie geduldig man sein muss, bis endlich Ergebnisse sichtbar werden. Wer auf einem Weg schnell ungeduldig wird, erreicht vielleicht seine Ziele nicht, weil er vorschnell aufgibt oder einen anderen bequemeren Weg einschlägt.


Spirituelle Entwicklung erfordert Geduld


Wie schon erwähnt, halte ich mich selbst bereits für sehr geduldig. In Sachen Spiritualität musste ich aber leider feststellen, dass ich mehr will, als ich schnell bekommen kann, bin also auf eine gewisse Ungeduld in mir gestoßen. Das ist ein völlig neues Gefühl, das mich beunruhigt. Ich hatte zwar meinen PAB-Moment, doch der hat nur dazu geführt, dass ich noch mehr dieser Bewusstseinssprünge erleben möchte. Aber manchmal stellen sich die Momente in der Meditation einfach nicht nochmals ein. Es dauert eine Weile, ehe das nächste tiefe Bewusstwerden-Gefühl aufkommt. Und trotzdem erfahre ich diesen Drang, noch mehr und mehr davon zu bekommen. Wer einmal Gott nahe war, der möchte ihn immer wieder sehen, aber manchmal erscheint er einfach nicht. Da kann man schon mal ungeduldig werden.

Wer die Geduld verliert, verlässt den spirituellen Pfad dann vielleicht wieder, weil sich die erhofften Ergebnisse wie Ruhe und innerer Frieden nicht schnell genug einstellen. Wer auf ein Wunder hofft und nicht sofort eines bekommt, wird ungeduldig und wendet sich doch wieder äußeren Genüssen zu. Oder wir verlieren uns in zu vielen spirituellen Wegen und die Energie wird zerstreut.


Mit dem Fokus wächst die Geduld


Ich wollte zu viel und habe mich dadurch selbst gebremst. Inneren Frieden erlangt niemand von heute auf morgen. Er muss wachsen. Erst klein, dann groß, wie eine Blume, die zunächst nur ein Samenkorn ist und erst mit Sonne und Wasser ihre Blüte erreicht. Ebenso lässt sich eine Tugend nur langsam in einem Geist ansiedeln.

Am Anfang ist es daher wichtig, sich auf eine Sache zu konzentrieren, um Zuversicht und Vertrauen zu gewinnen. Das große Ziel der Erleuchtung lässt sich leichter erreichen, wenn auf dem Weg dorthin kleine Zwischenschritte realisiert werden. Das zu erkennen, erfordert Geduld. Ich wollte alles auf einmal: Liebe, Schönheit, Freude, Frieden, Geduld, Wachstum, Wunder, Reichtum, Fülle und all die anderen heilversprechenden Eigenschaften, die erleuchtete Menschen in sich tragen.

Das Wichtigste lerne ich nun zuerst: Geduld. Irgendwann auf dem spirituellen Weg kommt das große Ganze. Bis dahin kommen viele kleine Schritte, die, nacheinander gegangen, etwas bewirken.

Zunächst ist es sinnvoll, sich klar zu machen, was genau wir erreichen wollen. Ist es Liebe? Oder Freundschaft? Wollen wir in erster Linie Alleinsein, Ruhe und Gelassenheit? Oder doch eher Geselligkeit und Familie? Was dem einen gut tut, bringt den anderen schnell aus der Fassung. Und wenn wir zu viel auf einmal wollen, verlieren wir uns in der Unendlichkeit. Deshalb sollten wir uns als erstes fokussieren, auf das, was uns am wichtigsten erscheint, oder was leicht zu erreichen ist. Niemand wird den Berg an Problemen von heute auf morgen versetzen. Wenn wir jedoch geduldig an uns arbeiten, dann wird der Berg mit der Zeit von alleine kleiner. Und irgendwann  ist unsere Glaube so groß, dass wir alles erreichen können.

Die Konzentration auf eine einzige Sache, hilft, die Gedanken zu bündeln und das Ziel schneller zu erreichen.

Wenn ich den ganzen Tag daran denke, wie ruhig ich bin, dann komme ich abends schneller zur Ruhe und fühle mich morgens ausgeruht. Wenn ich den ganzen Tag daran denke, wie respektvoll ich behandelt werde, dann behandle ich andere auch respektvoll und bekomme Respekt zurück.

Wenn ich wertschätze, werde ich wertgeschätzt. Wenn ich liebe, werde ich geliebt.

Will ich alles auf einmal und am besten sofort, dann wird es schwer mit der Zielerreichung. Und ich bekomme nichts von alldem. Aber je mehr wir unseren Fokus auf eine einzige Eigenschaft legen, umso schneller wird das Ergebnis sichtbar und die Geduld wächst, wenn wir beim nächsten Mal vielleicht ein größeres Ziel in Angriff nehmen wollen.

Durch diesen Fokus wächst die Geduld ins Unermessliche, bis wir nur noch einen Wunsch äußern und einfach nur noch auf dessen Erfüllung warten. Spätestens dann gilt für die Geduld:
Geduld ist nicht nur
das ruhige Warten auf ein Ergebnis,
sondern die Zuversicht,
dass genau das gewünschte Ergebnis
mit Sicherheit eintreten wird.

Wenn wir das erkannt haben, dann können wir die Zeit des Wartens mit anderen schönen Dingen erfüllen wie etwa einem anregenden Gespräch in der Warteschlange oder dem Kultivieren weiterer Tugenden.  

Mir fällt in diesem Zusammenhang eine buddhistische Weisheit ein, die es auf den Punkt trifft.  

“Meditiere jeden Tag mindestens 10 Minuten.
Es sei denn du hast keine Zeit,
dann meditiere 20!”


Je ungeduldiger wir sind, umso langsamer scheint die Zeit voranzugehen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, ist es umso wertvoller, Geduld zu kultivieren, weil die Zeit dann immer sinnvoll oder erfüllend genutzt werden kann, egal wie lange etwas dauert.  



            




























Montag, 15. Mai 2017

Affirmationen: Das Geheimnis positiver Glaubenssätze



„Ich bin…“ Diese Worte sind voller Magie und Kraft. Immer, wenn ich sage „Ich bin…“ dann glaube ich daran, genau das zu sein, womit ich den Satz beende. Bewusst oder unbewusst. Affirmationen machen sich diesen Effekt zunutze. Mit ihrer Hilfe können wir unser Leben in eine neue Richtung lenken. Aber sie wir sollten sie nicht bedenkenlos verwenden, sondern einige Regeln beachten. Nur so können sie auch wirklich den gewünschten Effekt erzielen und zu einem wahren Lebensgeheimnis werden.






Was sind Affirmationen?


Affirmationen sind kurze, einfache und positiv formulierte Sätze, die neue Gedankenstrukturen schaffen sollen. Sie werden im Innern wiederholt, solange bis sich die gewünschte Wirkung einstellt und unser Unterbewusstsein automatisch einen Gedankenwandel vollzieht und wir uns so fühlen wie die Affirmation vorgibt. Wenn wir eine bestimmte Affirmation lange genug wiederholen, entstehen neue Verschaltungen im Gehirn, die unser Denken positiv beeinflussen und so unser Leben verbessern können.

Beispiele für Affirmationen:
Ich bin frei.
Ich bin unabhängig.
Ich bin kerngesund.
Ich fühle mich geliebt.
Ich sehe mich in einer Führungsposition.
Ich lebe glücklich.
Ich folge meiner inneren Uhr.

 

Ich muss also nur sagen „Ich bin reich.“ Und schon bin ich Millionär?


Nein, ganz so einfach ist es leider nicht. Obwohl, es könnte so einfach sein, wenn wir die Methode richtig anwenden. Jeder muss zunächst einmal die passende Affirmation für sich persönlich finden. Wenn ich reich sein will, hat das meist einen bestimmten Grund. ‚Reich‘ ist ein weit gefächerter Begriff. Was verbindet mein Unterbewusstsein mit dem Wort ‚reich‘? Was genau bedeutet das für mich? Wie reich genau will ich sein? Will ich Millionär sein? Oder reicht mir vielleicht das Gefühl, mir alles kaufen zu können, was ich haben möchte?

Affirmationen sollten immer individuell auf jeden Einzelnen passen. Es sind schließlich neue Glaubenssätze, die sich bewahrheiten sollen. Da reicht es nicht, bloß einen Satz dahinzusagen, sondern wir müssen uns schon genau mit uns selbst beschäftigen und konkret sagen, was wir wollen. Wenn wir das bloß mal ausprobieren wollen und es nicht sofort funktioniert, werden wir enttäuscht sagen: „Affirmationen – das ist Humbug. Nichts für mich. Reine Zeitverschwendung“

Wir müssen die Anwendung, so einfach und genial sie auch sein mag, konsequent durchziehen und ein paar Regeln beachten.

 

Die Wirkung von Affirmationen optimieren


Affirmationen wirken durch die häufige Wiederholung. Je öfter ich mir selbst sage, wie „Ich bin…“, umso schneller stellt sich das Gesagte auch tatsächlich ein. Ich gehe bei der Verwendung einer Affirmation davon aus, dass ich eine Eigenschaft bereits besitze, bevor sie sich in meiner Außenwelt zeigt. Aber die geheimnisvollen Sätze müssen auch richtig formuliert werden.

Die richtigen Affirmationen finden


1.    Einen Lebensbereich aussuchen



Zunächst sollten wir uns bewusst machen, was wir erreichen wollen. Da wir unser Leben positiv verändern möchten, müssen wir eine Richtung vorgeben.

Wir leiden vielleicht gerade unter ständigen Streitereien in der Familie. Deshalb wollen wir mehr Harmonie in unser Leben holen.

Oder wir haben Probleme mit Kollegen, fühlen uns gemobbt und unser Selbstbewusstsein befindet sich gerade auf dem Nullpunkt.

Eventuell leiden wir gerade unter unserem Job und streben einen Karriereschritt an, der sich einfach nicht ergibt.

Wir sollten uns anfangs einen Lebensbereich aussuchen, an dem wir arbeiten wollen. Am besten einen, der uns momentan besonders zu schaffen macht. Wohlgesagt: EINEN.

Nehmen wir uns zu viel auf einmal, dann zerstreuen wir die Energie und das Ergebnis bleibt aus. Später, wenn wir überzeugt sind, dass Affirmationen funktionieren, können wir mehrere Bereiche kombinieren und kommen dann schneller voran. Bis dahin ist es besser, der Versuchung zu widerstehen, alles auf einmal lösen zu wollen.

2.    Welche Einstellungen schränken uns ein?



Als nächsten Schritt finden wir heraus, was uns belastet. Welche Glaubenssätze verhindern ein Vorankommen? Am Beispiel der Streitereien könnten wir dann herausfinden, dass wir uns immer persönlich angegriffen fühlen, wenn ein Familienmitglied etwas äußert. Das hat zur Folge, dass wir uns innerlich sagen: „Ich bin gereizt.“, „Ich bin Schuld an den Streitereien, weil ich mich nie zurückhalten kann.“, „Ich bin gemein, weil ich immer gleich schimpfe.“

Was immer zum Vorschein kommt, muss in positive Sätze umgewandelt werden, damit sich in dieser Hinsicht etwas verbessert. 

3.    Blockaden entdecken und in positive Sätze umwandeln



Wenn wir herausgefunden haben, was uns blockiert, wissen wir, dass wir genau diesen Bereich in Zukunft verbessern wollen und formulieren unsere neuen Glaubenssätze. Diese könnten dann lauten: „Ich bin ruhig.“, „Ich bin harmonisch und friedlich.“, „Ich bin ausgeglichen.“, „Ich rede leise.“


4.    Kurze, positive Sätze formulieren


Affirmationen wirken am besten, wenn sie stark und prägnant formuliert sind, dabei aber so detailliert wie möglich. Es ist besser, zwei oder drei kurze Sätze zu verwenden als einen langen, der nur schwer auswendig zu lernen ist. Sätze wie: „Ich bin harmonisch.“ oder „Ich fühle mich geliebt.“ sind besser geeignet als „Ich hole Harmonie in mein Leben und werde von meinen Familienmitgliedern geliebt.“ Solche langen Sätze können auch sehr wirksam sein, allerdings sollten wir über etwas mehr Erfahrung verfügen und schon einmal positive Erfahrungen mit der Anwendung von Affirmationen gesammelt haben, ehe wir allzu schnell zu viel wollen. Wir formulieren das Ziel, wo wir hinwollen.

Ich will Harmonie? – „Ich bin Harmonie.“
Ich will reich sein? – „Ich bin Reichtum und Fülle.“
Ich will mich fitter fühlen? – „Ich bin fit und gesund.“ 

5.    Wiederholung der Affirmationen in allen Variationen



Haben wir unsere persönliche Affirmation gefunden, dann beginnt die Gedankenschleife. So wie wir über Problemen grübeln, wiederholen wir nun die Affirmation. Das fällt leichter, wenn sie so kurz wie möglich sind.

Am besten fangen wir mit der inneren, gedanklichen Wiederholung an. Wir denken immer und immer wieder den gleichen Satz. „Ich bin Harmonie. Ich bin Harmonie.“ Je öfter wir das wiederholen umso schneller prägt sich der neue Satz ein. Besonders effektiv wirkt die Wiederholungsmethode, wenn wir den Satz dabei so schnell wie möglich nacheinander runterrasseln.

Der nächste Schritt ist das laute Aussprechen. Ein akustisch artikulierter Satz wirkt stärker und länger auf unser Unterbewusstsein.

Schreiben wir den Satz auf ein Papier, bekommt er nochmals Auftrieb. Schwarz auf Weiß betrachtet, bekommt er eine noch höhere Relevanz und wirkt echter.

Wenn wir versuchen, den Satz zu singen, wird vielleicht ein richtiger Ohrwurm daraus und wir werden ihn nicht mehr los.

Wir können ihn auf unsere Haut schreiben, damit auch der Tastsinn mit einbezogen wird.

So können wir nach und nach alle unsere Sinne mit einbeziehen und den Satz immer dann wiederholen, wenn wir eine neue Situation erleben.


6.    Wiederholung in allen Lebenslagen



Sagen wir den Satz in allen Lebenslagen, dann bekommt er auch in allen Lebenslagen eine Bedeutung. Morgens nach dem Aufstehen, beim Essen, auf der Toilette, in der Badewanne, drinnen und draußen, bei Ruhe und Lärm, während des Fernsehens, beim Wäsche aufhängen, kurz: der Satz sollte in allen Lebenslagen wiederholt und gefühlt werden.

Um das zu erleichtern, können wir uns anfangs einen Timer einstellen, damit wir uns den ganzen Tag immer mal wieder an den Satz erinnern und ihn häufiger wiederholen, und vor allem auch während Zeiten der Konzentration nicht vergessen.


Mit der Zeit fällt uns der Satz von alleine in allen möglichen Situationen ein. Dann können wir langsam zum nächsten Schritt übergehen.

7.    Der schwierigste Schritt von allen:

     Das Ergebnis fühlen



Da wir mit dem Satz unserem Unterbewusstsein anfangs nur etwas vorgaukeln, weil wir uns ja eigentlich gegenteilig fühlen, müssen wir einen Weg finden, das Gesagte nicht nur auszusprechen, sondern es auch zu fühlen. Wir sollten jeglichen Zweifel aus dem Weg räumen und uns so verhalten und fühlen, wie es in Zukunft sein soll. Wir leben sozusagen in der Zukunft. Wenn wir harmonisch leben wollen, dann müssen wir uns die Harmonie in unserem Bewusstsein vorstellen und versuchen, uns so zu fühlen, wie wir es am Ende haben wollen. Wie fühlt sich diese Harmonie an? Dazu eignet sich besonders die Methode der Meditation. Wir visualisieren unser Ziel solange bis es sich zwangsläufig einstellt. Wenn wir fühlen, was wir haben wollen, dann stellt sich dieses Gefühl unweigerlich auch in unserer äußeren Umgebung ein.


Das ist der schwierigste Schritt von allen. Warum? Weil er bedeutet, dass wir etwas für das Erreichen unseres Ziels tun müssen. Wir müssen uns innerlich solange mit dem gewünschten Ergebnis beschäftigen, bis wir überzeugt sind, dass die Methode funktioniert. Deshalb ist es anfangs auch besser, ganz kurze Sätze zu wählen und mit einem einzigen und  einfachen Themenbereich anzufangen. Dadurch stellen sich die Erfolge schneller und nachhaltiger ein und wir wenden die Methode eher auch in schwierigen Lebensbereichen an.

Wenn wir Glück haben, dann stellt sich der Moment bald ein. Das fühlt sich dann an wie eine Erleuchtung. Wir leiern plötzlich nicht mehr den Satz nur herunter, sondern wir fühlen ganz plötzlich: jetzt ist es soweit. Wir sagen nicht nur den Satz „Ich bin harmonisch.“, sondern plötzlich „SIND wir harmonisch.“ Das ist ein gewaltiger Unterschied. Von da an wissen wir, dass die Methode funktioniert und wollen sie auch auf andere Themen anwenden.


Affirmationen sind wirklich eine Geheimwaffe 


Der große Vorteil bei der Arbeit mit Affirmationen liegt in der Einfachheit der Anwendung. Jeder kann Affirmationen verwenden, die Methode ist leicht zu verstehen und individuell wandelbar. Es braucht kaum Wissen, nur Vertrauen. Und selbst wenn wir anfangs noch Bedenken haben - die Methode kann trotzdem funktionieren, ist also selbst für Zweifler geeignet. Alles, was wir tun müssen ist, an uns selbst zu glauben.



         





























Sonntag, 14. Mai 2017

Glückwünsche zum Muttertag

 
 

 
 
 
 
Liebe Mamis,
 
ich wünsche Euch einen wunderschönen Muttertag.
 
Einen Tag, an dem Eure Liebsten an Euch denken,
Euch anrufen oder einen schönen Tag mit Euch verbringen.
 
 Ich wünsche Euch, dass Ihr viel Aufmerksamkeit bekommt und Eure Mühen, die Ihr das ganze Jahr über auf Euch nehmt, heute besonders gewürdigt werden.
 
Ich wünsche Euch Blumensträuße und nette Worte von Euren Liebsten Menschen, dass vor allem Eure Kinder an Euch denken und von Ihnen heute all die Liebe, die Ihr das ganze Jahr über schenkt, tausendfach zu Euch zurückkommt.
 
Lasst Euch verwöhnen und genießt diesen schönen Tag.
 
 
 

 

Sonntag, 7. Mai 2017

Negative Seiten der Spiritualität


Überall, wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Wir sollten uns das bewusst machen, wenn Spiritualität in unserem Leben eine große Rolle spielt. Denn nicht jeder Weg ist Heilversprechen.




Im Sog der Spiritualität


Wenden wir uns spirituellen Praktiken zu, stehen oft die Vorteile an erster Stelle. Wir wollen uns mit Gott verbinden, persönliche Reife erlangen oder einfach ein harmonisches Leben führen, in dem uns Probleme nicht so schnell aus der Bahn werfen. Wir wollen friedvoll werden, gelassen sein und mit anderen gut auskommen, kurz: wir suchen nach Möglichkeiten, ein besserer Mensch zu werden.

Auf unserer Suche finden wir allerlei Texte, Gurus und Vorträge, Seminare und Kurse, die großes und dauerhaftes Glück versprechen. Und wir erfahren selbst, wie friedvoll unser Geist werden kann, wenn wir erste Erfolge verbuchen. Davon wollen wir dann mehr und mehr. Wir erweitern unsere spirituellen Praktiken und investieren mehr Zeit in spirituelle Aktivitäten, gehen zu Meditationen, in Yoga-Kurse oder lesen öfter spirituelle Bücher. Die Beschäftigung mit diesen Inhalten tut uns gut.

Doch genau hier lauert die Gefahr, dass wir mehr davon wollen und wir suchen weiter, selbst wenn wir bereits einen friedvollen Geist entwickelt haben. Damit die spirituellen Kräfte auch weiterhin positiv auf unser Leben wirken können, sollten wir uns von Anfang an auch im Klaren sein, dass es immer auch Schattenseiten gibt. Und gerade in unserer Gesellschaft, in der ein friedvoller Geist eben nicht von Geburt an Ziel unseres Denkens ist, kommen wir in die Gefahr, dass Angst, Hass und Neid tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind und nur mit viel Geduld aufgelöst werden können. Es kann leicht passieren, dass dieser unbewusste Teil in uns, größere spirituelle Prüfungen verursacht, als wir damit gerechnet haben und uns so wieder von der guten Seite, der Gott-Seite abwenden lässt und wirb in Süchte und Abhängigkeiten verfallen. Das Böse breitet sich schneller aus, als uns manchmal lieb ist, schon allein deshalb, weil sich niemand die Gefahr bewusst macht und darüber reden will. Wir verdrängen das Böse lieber. Und trotzdem ist es da, wie uns das Yin-Yang-Prinzip lehrt.

Es geht schneller als wir denken


Ich selbst sehe mich dieser Gefahr, in dunkle Bereiche der Spiritualität auch ausgesetzt, weil ich weiß, dass der Übergang manchmal einfach verschwimmt und wir doch nicht immer alles so bewusst wahrnehmen wie wir das gerne hätten. Das Lesen spiritueller Bücher kann genauso zur Sucht werden wie das Spielen am Handy oder das Rauchen von Zigaretten. Etwas, das uns gut tut, wollen wir wiederholen und verbessern. Da besteht die Gefahr, dass wir uns von unserem Alltag und vor allem von unseren Mitmenschen entfernen. Ruckzuck sehen wir uns in unserer geistigen Welt als vollkommene Wesen und haben weniger Interesse an komplizierten, menschlichen Begegnungen, wir vermeiden Streit und gehen Konfrontationen aus dem Weg, werden egoistisch, weil unser eigenes Seelenheil an erster Stelle steht, wir ziehen uns zurück, oder wir geben unseren Fleischkonsum zugunsten einer veganen Ernährung auf. Dabei merken wir gar nicht wie wir uns von gesellschaftlichen Normen entfernen und damit selbst zum Außenseiter machen können. Vor allem, wenn es um angewandte Esoterik geht, besteht die Gefahr, dass wir in einen Sog geraten, der uns so schnell nicht freigibt. Da verschwimmt die Grenze zwischen Gut und Böse auch schnell und vor allem Menschen in der „Opfer“-Rolle überwinden ihr Opfer-Sein nicht, sondern verlagern das Problem nur von der menschlichen und stofflichen Welt auf eine geistige und innere Ebene. Sie werden Opfer ihres Selbst. Um das zu vermeiden, sollten wir uns die Gefahren einfach einmal bewusst machen und uns selbst gegenüber klarstellen, wo wir selbst gefährdet sind. Da dies ein persönlicher Blog ist, stelle ich das Ganze aus meiner Sicht dar. Aber wie es unterschiedliche Charaktere gibt, haben auch die negativen Seiten der Spiritualität viele Facetten, so dass ich hier keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Betrachten wir es als Anregung, sich selbst seine individuellen Gefahren bewusst zu machen und darauf zu achten.

Schöne Welt der Spiritualität – wo lauern Gefahren? 

1.    Selbstbewusstheit wird zu Egoismus 


Spiritualität fördert unsere Eigenverantwortung und stärkt unser Selbstbewusstsein. Das ist der große Vorteil.

Wer aber seine Selbstliebe die ganze Zeit für sich alleine behält und nicht mit der Zeit auch auf andere Wesen überträgt, der läuft Gefahr, sich von anderen abzugrenzen und zu entfernen. Wir werden einsam. Zwischenmenschliche Beziehungen können dadurch gestört oder sogar getrennt werden. Mit der Zeit finden wir zwar immer mehr Eigenliebe und Mitgefühl mit uns selbst. Aber wir sind auch soziale Wesen, die alleine nur schwer überleben können. Wir brauchen auch die Interaktion mit anderen. Deshalb sollten wir immer darauf achten, die guten Eigenschaften nicht nur in uns selbst zu kultivieren, sondern auch anderen Menschen gute Wünsche zu vermitteln.


2.    Die Geister, die ich rief…werd ich nun nicht los 


Aus einer inneren höheren Führung kann auch Selbstbesessenheit werden. Wir hören unsere Stimme so deutlich, dass wir eventuell Handlungen vornehmen, die nicht in Einklang mit dem Zusammenleben mit anderen stehen. Unser innerer Ruf leitet uns möglicherweise sogar auf negative Pfade wie Rache oder Verleumdung. Dann geraten wir in einen negativen Sog, der so schnell nicht aufzuhalten ist. Und die guten Wirkungen weichen sogar negativen Handlungen, die uns selbst nicht gut tun. Wir sind so besessen von unserem Selbst, dass wir ungeprüft alles glauben, was es uns sagen will. Und da wir mit der Zeit daran gewöhnt sind, vermeiden wir es, unsere eigene Sichtweise von Zeit zu Zeit zu hinterfragen. Es ist jedoch wichtig, den eigenen Horizont zu hinterfragen und zu erweitern, denn nichts ist, wie es scheint.


3.    Positive Energien können auch in falsche Richtungen gelenkt werden 


Ebenso wie uns die innere Stimme in die Irre führen kann, besteht die Gefahr, dass wir plötzlich Energien wahrnehmen, mit deren Hilfe wir in der Lage sind, unser Leben in ungeahnte Höhen zu katapultieren. Gerade was Selbstheilungskräfte angeht, spüren wir, wie mächtig diese Energien sein können. Seit ich diesen PAB-Moment hatte, nehme ich zum Beispiel keine Kopfschmerztabletten mehr. Statt einfach eine Pille zu schlucken und im Alltag weiter zu funktionieren, lege ich mich hin und ruhe mich aus, meditiere und trage so viel mehr zu meiner Heilung bei. Dabei langweilen sich die Kinder vielleicht etwas mehr als sonst, die Hausarbeit bleibt liegen, der Ehemann beschwert sich. Aber es bringt mir dennoch mehr Vorteile. Ich bin bewusster bei mir selbst und spüre diesen großen Erfolg, was mein Selbstbewusstsein weiter stärkt.

Je nachdem, welchen Wunsch wir uns mit den positiven Kräften spiritueller Energien erfüllen, besteht die Gefahr des Machtmissbrauchs. Wir könnten Wünsche äußern, die nicht dem Allgemeinwohl dienen, wir könnten uns verleiten lassen, Macht über etwas oder jemanden zu gewinnen und sogar  dazu neigen, die Energien negativ auf andere zu lenken, die uns verletzt haben oder wenn wir Vergeltung wünschen.


4.    Wissen ist nicht Weisheit 


Spirituelles Wissen allein reicht nicht aus, um ein Erleuchteter zu werden. Wir müssen das Wissen auch anwenden und verinnerlichen. Wir müssen Erkenntnisse und PAB-Momente wiederholen und festigen, damit sie zu Weisheit werden. Weisheit ist das mit Wissen verbundene Gefühl, das tief aus unserem inneren steigt, wenn wir von etwas überzeugt sind, Wissen, dass nur aus uns selbst hochsteigt, weil wir die Wahrheit kennen. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an ein Zitat



„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“


von Erich Kästner



Die Worte Kästners fassen gut zusammen, dass sich nur in unseren Handlungen zeigt, was für ein Mensch wir sind.

Nicht-Handeln kann nicht gut sein, egal ob ich weiß, was zu tun ist.


5.    Licht kann auch blenden 


Nicht jedes Licht strahlt auch Wärme aus. Wie die Sonne warmes Licht erzeugt, so sehen wir den Mond auch als Lichtquelle, aber er spiegelt das Licht der Sonne nur wider. Es ist kaltes Licht. Je nachdem, welchen Lehren wir glauben, welchem Guru wir folgen, welche Inhalte wir als wahr anerkennen, wir müssen uns immer bewusst machen, dass alles nur die Wahrheiten anderer sind. Nur, was wir selbst in uns als Weisheit entdecken, kann Wahrheitscharakter für uns haben. Wenn wir nur blind anderen vertrauen, geraten wir möglicherweise in Abhängigkeiten. Deshalb ist es wichtig, alle Inhalte, egal ob ich etwas gelesen, gehört oder anders aufgenommen habe, zu hinterfragen und auch kritisch zu betrachten.

Leider gibt es heutzutage auch Lebensberater, deren Angebote viel Geld kosten, die uns aber auf unserem Weg nicht weiterbringen und kein spirituelles Erwachen vermitteln können. Bedenken wir, dass es viele Lehren auch kostenlos gibt. Wer sucht, der findet, auch ohne geblendet zu werden.  


6.    Hochmut kommt vor dem Fall 


Ein Erwachter Mensch fühlt sich plötzlich frei und unabhängig, wägt sich in Sicherheit, spürt Liebe und Vertrauen. Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl, tiefen inneren Frieden zu spüren, so dass wir stolz darauf sein wollen, das gespürt zu haben. Wir beginnen dann vielleicht damit, andere „retten“ zu wollen oder angeben zu wollen mit unserer Erkenntnis. Das jedoch ist der falsche Weg. Ungefragt sollten wir niemandem unsere Spiritualität aufzwingen. Wir fühlen uns erhoben und neigen eventuell dazu, anderen mit diesem Hochmut zu begegnen. „Sieh nur wie toll es ist, erwacht zu sein“. Das ist nicht gut. Das zerstreut die positiven Energien und führt zu Stolz, was schließlich uns selbst in den Abgrund zieht. Gerade am Anfang, wenn unsere Glaubenspflanze noch ganz klein ist, sollten wir dafür sorgen, dass sie geschützt wachsen kann, ohne dass sie gleich wieder zertrampelt wird. Wenn wir jemandem von unseren Erfolgen erzählen, werden wir vielleicht mit Zweifeln und kritischen Fragen bombardiert, die uns selbst wieder von unserem spirituellen Pfad abbringen können. Dann fühlen wir uns hinterher schlechter als vorher. Missionieren sollte den Erfahrenen vorbehalten bleiben. Suchende kommen immer zum Lehrer, nicht umgekehrt.

7.    Enttäuschung aufgrund ausbleibender Erfolge 

 

Immer, wenn wir mit Begeisterung einer Sache folgen und etwas Neues wagen, dann erwarten wir einen gewissen Erfolg. Der erste Erfolg dient uns dann als Motivation, an der Sache dran zu bleiben. Erfolge bestätigen uns in unserem Tun und machen uns selbstbewusst. Wenn wir aber auf der spirituellen Ebene nicht sofort Erfolge verspüren, wenn die Meditation nichts bringt, wenn sich nicht wie versprochen unsere Wünsche aufgrund des Gesetzes der Anziehung erfüllen, dann sind wir enttäuscht und wir wenden uns wieder ab. Schließlich erzielen wir mit äußeren Ablenkungen und Aktivitäten schneller Erfolg. Das kann dann dazu führen, dass es uns hinterher schlechter geht als vorher. Wir könnten in tiefere Gottverlassenheit fallen als zuvor.


Gefahren immer ins Bewusstsein rufen


Wir alle sind auch empfänglich für die negativen Seiten des Lebens. Und mal ehrlich, manchmal ist es wirklich einfacher, neidisch auf das neue Auto unseres Nachbarn zu reagieren, als sich tagelang damit zu beschäftigen, warum es bei mir selbst nicht mit dem dicken Van geklappt hat. Wir dürfen Neid, Angst und Wut auch ruhig mal zulassen. Sie dürfen nur nicht lebensbestimmend werden.

Nicht jede Gefahr, kann jeden gleichermaßen erschüttern. Je nachdem, wer welche Gefahr für sich persönlich sieht, sollte speziell darauf achten. Wer weiß, dass er schnell zu unkontrollierter Wut neigt, sollte sich dahingehend öfter kontrollieren. Wer zu Sucht neigt, sollte sich fernhalten von zwielichtigen spirituellen Praktiken wie Räuchern oder Pendeln. Wer schnell die Meinung anderer annimmt, dem tun Vorträge von einem Guru vielleicht nicht gut. Wir alle möchten gerne von den positiven Kräften der Spiritualität profitieren, aber das geht eben nicht, ohne sich den Gefahren bewusst zu sein. Wir dürfen uns nur nicht herunterziehen lassen. Denn niemand will sich unfreiwillig in den Fängen einer bösen Sekte wiederfinden.

Wer sich nicht nur auf die geistigen Energien verlässt, sondern nach wir vor seinen Verstand sinnvoll nutzt, der findet sicher auch trotz negativer Seiten der Spiritualität noch genug Erfüllung in spirituellen Praktiken. Sie sind schließlich etwas Schönes und Heilsames.



       






























Freitag, 5. Mai 2017

Freitagsfüller #420


 
 
 


 

Das Wochenende steht vor der Tür: Zeit für den Scrap-Impulse Freitags-Füller.
 
 
1. Ich persönlich glaube, dass Selbstheilungskräfte sehr mächtig sein können. Wenn ich mich darauf einlasse, mich selbst und meinen Körper besser zu verstehen, dann fühle ich mich gesünder und Krankheiten werfen mich nicht so aus der Bahn. Meine mentalen Kräfte zur Selbstheilung zu aktivieren ist vielleicht aufwändiger als eine Pille zu schlucken, kostet mehr Zeit und ich muss auf einiges verzichten. Aber dafür werde ich mit einem starken Selbstbewusstsein belohnt und ich habe weniger Angst vor wirklich schweren Krankheiten.
 
2.  Spontane Wunderheilung durch andere ist totaler Quatsch. Da ich eher an Selbstheilungskräfte glaube, denke ich, es könnte sein, dass andere Menschen zwar in der Lage sind, unsere eigenen Selbstheilungskräfte durch ihre Fähigkeiten zu aktivieren. Aber letztendlich trägt die eigene Einstellung einen Großteil zur Genesung bei.
 
3. Meine Nachbarn sind glücklicherweise alle nett und unkompliziert. Im Haus geht es menschlich zu und man kann mit allen reden. Dafür bin ich sehr dankbar.
 
4. Die neue Strickjacke war ein Fehlkauf.
 
5.  Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten lilifarbige.
 
6.  Die Reste eines Drei-Gänge-Menüs, das meine Tochter am Vortag liebevoll gekocht hat, hatte ich gestern zum Abendessen.
 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Fernsehabend, morgen habe ich geplant, im Idee-Laden Pinselstifte zu kaufen und Sonntag möchte ich etwas Kreatives machen!

 

 

Danke Barbara fürs Einstellen.

Euch allen ein schönes Wochenende.
 
 
 
 

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