Sonntag, 11. Juni 2017

Wunsch noch nicht erfüllt? Dieser Trick erleichtert das Warten


Geduld ist unumgänglich, wenn wir auf die Erfüllung eines Wunsches warten. Aber manchmal dauert es einfach länger als wir aushalten können. Vor allem wenn es sich um größere oder abstrakte Wünsche wie die Manifestation der Liebe oder das Erreichen eines Karriereschrittes handelt. Die Erfüllung solcher Wünsche hängt nicht vom Geldbeutel ab, sondern hat maßgeblich mit unserer inneren Einstellung zu tun. Aber ebenso wie die Jahreszeiten kommen und gehen, wenn es Zeit ist, erfüllen sich solche Wünsche eben manchmal erst nach einer langen Wartezeit. Und während wir warten, tauchen Zweifel auf. Warum erfüllt sich mein Wunsch nicht? Mache ich etwas falsch? Nein, wir machen nichts falsch, wir sind bloß ungeduldig. Um das etwas abzumildern, habe ich folgenden Trick ausprobiert:




 



Die doppelte Verneinung

Damit sind einfache Sätze gemeint, die nicht auf Anhieb zu verstehen sind, aber dennoch einen Sinn ergeben. Die Bedeutung kann effektiv eine Bejahung sein oder eine Verneinung bekräftigen.

Hier ein Beispiel:

Ich bin nicht interessiert, diesen Satz nicht zu verstehen.   
 

Benutze die doppelte Verneinung, um Zweifel auszutricksen

Wenn wir uns etwas gewünscht haben, zum Beispiel mit Hilfe einer Affirmation, und sich der Wunsch nicht erfüllt, dann tauchen Zweifel auf. Wir zweifeln, ob das mit der Wunscherfüllung wirklich funktionieren kann. Wir nehmen vielleicht sogar wieder Abstand von einem Wunsch und der Fokus verliert sich. Aber wenn wir den Zweifeln zu viel Raum geben, dann bleibt unser Wunsch unerfüllt und wir sind traurig darüber.
Deshalb ist es nicht nur wichtig, den Wunsch aufrecht zu erhalten und ihn immer wieder in den Vordergrund zu rücken, sondern es ist ebenso wichtig, Zweifel im Zaum zu halten. Hierzu eignet sich diese Vorgehensweise: 

1.    Wunsch aussprechen und dabei so tun, als sei der Wunsch bereits erfüllt. Affirmationen eignen sich hierzu besonders.

Ich bin selbstbewusst.
Ich bin Besitzer eines schnellen Sportwagens.
Ich bin die Top-Kandidatin bei der Bewerbung um die Stelle als …
Ich bin es gewohnt, respektvoll behandelt zu werden.
Ich bin …
Ich habe …
Ich fühle … 

Alle Aussagen, die mit „Ich bin“ beginnen oder andere positiv formulierte Ich-Sätze, eignen sich.  

2.    Die Affirmation 1000 Mal wiederholen. Den Wunsch fühlen.  

Behalten wir den Fokus und tun so, als sei der Wunsch bereits manifest, dann erfüllen sich Wünsche schneller. Wer Millionär werden möchte, der könnte sich also so verhalten wie einer. Das funktioniert zum einen gut über Selbstgespräche. Wir könnten uns mit dem Taxi-Fahrer über Geld unterhalten und uns anhören, wie schlecht der über Millionäre redet, nur um uns am Ende erhaben zu fühlen, weil wir einer sind und ihm eine Menge Trinkgeld geben.

Oder: Wir sind Single und wollen die große Liebe finden. Dann stellen wir uns vor, es sei bereits so und wir verbringen unseren Tag mit ihm/ihr. Wenn wir radeln, dann radelt unser Traumpartner neben uns her, wir lächeln uns an und  unterhalten uns. Wir schütten ihm unser Herz aus, auch wenn er „in Echt“ noch gar nicht da ist.


3.    Wir zweifeln 

Ja, das fühlt sich komisch an. Es ist unser Wunsch. Aber wie sollen wir uns verhalten als eine Person, die wir gar nicht sind? Noch nicht. Das Problem mit den Affirmationen ist ja immer, dass wir unserem Verstand etwas vorgaukeln. Wenn wir sagen „Ich bin … „ dann ist das eine Aussage, die sich auf die Gegenwart bezieht. Zwar funktionieren die Affirmationen und unser Wunsch erfüllt sich irgendwann. Aber dennoch tauchen immer wieder diese Zweifel auf.  

Ich bin krank. Ich werde zwar bald gesund sein, aber ich bin es eben noch nicht. Ich bin jetzt noch krank. 

Und dann fühlen wir uns schlecht. Wir sind traurig, dass wir noch krank sind. Und schwupps sagen wir uns: Ich bin nicht gesund.  


4.    Zweifel austricksen 

Diese kleinen Zweifel-Teufel können wir austricksen, indem wir die doppelte Verneinung benutzen. Versuchen wir das am Beispiel der Gesundheit.  

·         Stellen wir uns vor, wir sind krank. Wir wollen schnell gesund werden und finden unsere Wunsch-Affirmation: Ich bin gesund.  

·         Wir fühlen uns eine Weile gut und es funktioniert. Wir spüren auch schon erste Regungen. Aber die Schmerzen sind noch nicht vollkommen verschwunden oder wir sind immer noch verspannt. Wir sind dennoch überzeugt, dass es funktioniert und wir machen weiter, die Affirmationen aufzusagen, niederzuschreiben und uns gesund zu fühlen.  

·         Je nachdem wie lange der Prozess dauert, tauchen Zweifel auf. Wir wissen nicht, vor allem wenn wir noch nie zuvor mit Affirmationen gearbeitet haben, ob es funktionieren wird. Dann wird uns plötzlich bewusst, dass der Ist-Zustand eben etwas anderes aussagt. Ich bin nicht gesund.  

·         Unser Unterbewusstsein blendet das Wörtchen „nicht“ normalerweise aus. Die Affirmation würde also trotzdem funktionieren. Aber unser Verstand mag keine Verneinungen, also neigen wir dazu, statt „Ich bin nicht gesund“ wieder zu sagen „Ich bin krank“ 

·         Um das zu verhindern, verwenden wir im Zweifel am besten einen kleinen Zusatz, nämlich: Ich bin traurig, weil ich nicht gesund bin. Damit schaffen wir wieder eine positive Aussage für unser Unterbewusstsein und somit eine ehrliche Aussage.  

·         Der letzte Schritt verbindet schließlich beide Aspekte und wir sagen unserem Unterbewusstsein: Ich bin nicht traurig, dass ich (noch) nicht gesund bin. Dadurch setzen wir unserem Unterbewusstsein eine positive Aussage gegen den Zweifel. Und diese benutzen wir solange, bis wir den Zweifel überwunden haben. 

·         Am Ende, wenn die Traurigkeit über den Zweifel verflogen ist, kehren wir zu unserer ursprünglichen Affirmation zurück. Ich bin gesund. Und die wiederholen wir dann wieder bis sich unser Wunsch erfüllt oder bis zum nächsten Zweifel. 
 

Beispiele

Die doppelte Verneinung eignet sich also hervorragend, um Zweifeln bei der Wunscherfüllung positiv zu begegnen. Mit der Aussage, dass wir traurig über den noch nicht erfüllten Wunsch sind, bleiben wir ehrlich. Wir wandeln lediglich die aktuelle Traurigkeit um in eine positive oder neutrale Aussage und kommen so ganz sanft wieder zurück zu unserem Ich bin – Satz, ohne ihn aufzugeben.
Um die Vorgehensweise noch ein bisschen zu vertiefen, hier ein paar weitere Beispiele.

1.    Ich bin schüchtern und möchte selbstbewusst werden: 

·         Affirmation finden: Ich bin selbstbewusst.  

·         Zweifel begegnen: Statt im Zweifel wieder „Ich bin schüchtern“ zu sagen, benutzen wir: „Ich bin (noch) nicht selbstbewusst“ und fügen den Vorreiter „Ich bin traurig, weil“ hinzu. „Ich bin traurig, weil ich (noch) nicht selbstbewusst bin.“ Wir haben eine ehrliche Aussage geschaffen und bleiben bei dem positiven Wort ‚selbstbewusst‘.
 
·         Den Zweifel umwandeln in die positive Affirmation: Ich bin nicht traurig, dass ich (noch) nicht selbstbewusst bin. Die doppelte Verneinung sorgt dafür, dass wir über die Aussage nachdenken müssen, um die eigentlich bejahende Aussage zu verstehen. Es ist auch hilfreich, an die Mathematik zu denken: Minus mal Minus gleich Plus 

·         Statt kompliziert zu denken, kommen wir am Ende fast automatisch wieder zu unserer ursprünglichen Aussage zurück: Ich bin selbstbewusst. Der Zweifel ist weg.  

2.    Ich bin Single und wünsche mir einen liebevollen Partner: 

Wunsch-Affirmation: Ich habe einen liebevollen Partner. à Zweifel: Ich habe (noch) keinen liebevollen Partner. à Zusatz: Ich bin traurig, weil ich (noch) keinen liebevollen Partner habe. à positive Umwandlung: Ich bin nicht traurig, dass ich (noch) keinen liebevollen Partner habe. Rückkehr zur positiven Affirmation: Ich habe einen liebevollen Partner.
 

3.    Ich bin unbeliebt und wünsche mir viele Freunde. 

Wunsch-Affirmation: Ich bin beliebt und habe viele Freunde. à Zweifel: Ich bin noch nicht beliebt und habe noch nicht viele Freunde. àZusatz: Ich bin traurig, dass ich noch nicht beliebt bin und noch nicht viele Freunde habe. Positive Umwandlung: Ich bin nicht traurig, dass ich noch nicht beliebt bin und noch nicht viele Freunde habe. Rückkehr zur positiven Affirmation: Ich bin beliebt und habe viele Freunde.
 

4.    Mein Auto ist alt und ich wünsche mir einen schnellen Sportwagen.  

Wunsch-Affirmation: Ich bin Besitzer eines Sportwagens. à Zweifel: Ich bin noch kein Besitzer eines schnellen Wagens. àZusatz: Ich bin traurig, dass ich noch kein Besitzer eines Sportwagens bin. Positive Umwandlung: Ich bin nicht traurig, dass ich noch kein Besitzer eines Sportwagens bin. Rückkehr zur positiven Affirmation: Ich bin Besitzer eines Sportwagens. 
 

Wir könnten die Beispiele unendlich weiterführen. Die doppelte Verneinung versüßt uns so das Warten auf die Wunscherfüllung und lässt Zweifel an der Realisierung schnell verschwinden. Denn in unserem Inneren wissen wir ja, dass sich der Wunsch irgendwann erfüllen wird. Wir werden … sein. Innerlich Sind wir bereits … Und wann immer wir traurig darüber sind, dass wir in der Gegenwart äußerlich … noch nicht sind, wandeln wir den Zweifel einfach um und kommen sanft zurück zu unserer Vorstellung von dem, was oder wer wir sein wollen. Viel Erfolg.








































 

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