Sonntag, 23. Juli 2017

Richtig wünschen


Wir alle träumen. Unsere Wünsche erfüllen sich aber leider nur bedingt. Wer sich jedoch von Herzen etwas wünscht, kann auch erfolgreich sein, wenn ein paar einfache Regeln eingehalten werden.

 



Wünsche müssen realistisch sein


Wenn wir eine bestimmte Situation ersehnen, dann reicht es nicht zu sagen: Ich wünsche mir, dass x oder y in Erfüllung geht. Das Erbetene sollte unbedingt im Verhältnis zu unserer jetzigen Lage stehen. Wer bereits über 50 ist und nie politisch tätig war, für den ist der Kanzlerposten nicht mehr so leicht zu erreichen. Wer ein Bein verloren hat, wird wohl mit einer Prothese leben müssen. Die Sehnsucht nach einer erfüllten Partnerschaft ist möglicherweise unrealistisch, weil wir auf keinen Fall unsere Freiheit aufgeben wollen. Oder der Wunsch nach einer sportlich-schlanken Figur passt gar nicht zu uns, weil wir Sport eigentlich hassen. Wer nicht gerne Sport treibt, sollte seine Wunschfigur lieber auf anderem Weg erreichen wollen. Erfüllte Wünsche können nämlich auch Nachteile mit sich bringen. Ein Karriereschritt kann dadurch auch mehr Arbeit bedeuten, so dass weniger Zeit für Hobbies bleibt. Eine neue Partnerschaft wird eventuelle unsere Reiselust einschränken und der Sport macht uns müde. Daher ist es anfangs wichtig, den Wunsch wirklich auf seine Machbarkeit zu untersuchen.

 

Herausfinden, was wir wollen


Ist uns ein Wunsch klar geworden, dann können wir etwas tiefer gehen und weitere Fragen stellen.

Was will ich wirklich?

Geht es mir beim Thema Geld nur um Euros auf dem Konto? Oder spielt unsere persönliche Unabhängigkeit nicht die größere Rolle? Wollen wir vielleicht einfach das Gefühl der Sicherheit haben? Uns nie mehr Sorgen ums Geld machen müssen? Das lässt sich auch auf anderem Wege erreichen als nur mit der Wunscherfüllung nach Geld.

Was steckt hinter meinem Wunsch? Oft ist es gar nicht das Materielle, das im Vordergrund steht. Auch nicht die Geselligkeit oder die Abenteuerlust. Oft finden wir einen Mangel in uns, der nur indirekt mit der Wunscherfüllung behoben werden kann. Auf diese Weise sollten wir zunächst herausfinden, welche innere Leere ich erfüllt haben möchte.

Was fehlt mir?

Will ich Anerkennung? Oder Zuspruch? Meine Ruhe? Oder mehr Action? Was Neues erleben? Etwas lernen?

Was verspreche ich mir von der Wunscherfüllung? Wie wird sich das Ergebnis anfühlen? Nur wenn wir bereit sind, auch die Gefühlswelt zu akzeptieren, die mit der Wunscherfüllung einhergeht, wird sich der Wunsch auch wunschgemäß erfüllen können. Andernfalls haben wir am Ende vielleicht viel Geld, sind aber noch genauso unglücklich wie vorher. Dann war es der falsche Wunsch, wir spüren sozusagen die Nebenwirkungen.

Welchen Wunsch werde ich mir erfüllen, wenn der erste Wunsch erfüllt ist? Diese Frage kann uns sehr gut helfen, sich klarer darüber zu werden, was wir wirklich wollen.

 

Die gute Fee gibt es nicht


Das klingt hart. Aber leider ist das so. Die Erfüllung eines Traumes ist nur von uns selbst abhängig. Wann immer wir etwas tun oder haben möchten, ist es unser Ding, das zu realisieren. Niemand sonst wird uns einen Wunsch erfüllen. Wir bekommen zwar das eine oder andere Geschenk und guten Zuspruch, dennoch müssen wir aktiv werden.

Wir müssen aktiv werden.
 
"Vorfahrt gilt nur für die, die in Bewegung sind."
- Pavel Kosorin -
 

Aktiv werden


Steht unser Ziel fest, müssen wir uns auf den Weg machen. Wir müssen herausfinden, was zu tun ist, um das Ergebnis zu verwirklichen. Wollen wir im Lotto gewinnen, müssen wir einen Schein ausfüllen. Wollen wir ein Auto kaufen, dann grasen wir die Autobörsen ab. Wollen wir innerlichen Frieden erreichen, dann fangen wir an zu meditieren.

Solange wir etwas für unseren Wunsch tun, wird die Erfüllung in Bewegung gesetzt. Geraten wir in Passivität, stockt auch die Wunscherfüllung. Nichts fällt einfach so vom Himmel.

Aktiv werden wir immer dann, wenn wir uns mit unseren Wünschen beschäftigen. Wenn wir darüber nachdenken, was sich mit der Wunscherfüllung alles verändert, wie wir uns fühlen werden, welche Menschen in unser Leben treten werden und so weiter.

Aktivität bedeutet auch, uns in bestimmten Situationen so zu verhalten, als sei der Wunsch bereits Wirklichkeit.

 

Vom Ziel her denken


Wenn wir etwas wirklich von Herzen wollen, können wir so tun als ob. Wir können uns Gedanken darüber machen wie sich ein Manager fühlt, wenn wir einer werden wollen. Beschäftigen wir uns mit den Aufgaben, die wir dann erfüllen müssen, werden wir das eine oder andere Mal merken: oh, ich kann das auch. Wenn ich Millionär wäre, würde ich mir nicht dieses oder jenes kaufen, sondern überlegen, was ich wirklich im Leben machen will. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Wenn ich Gitarre in einer Band spielen möchte, dann stelle ich mir vor wie sich das anfühlt: wie ich zur Bandprobe gehe, wie ich mithelfe, die Technik vor einem Auftritt aufzubauen und nach der Show übermüdet und glücklich ins Bett falle.

Die Vorstellungskraft spielt eine sehr große Rolle bei der Erfüllung unserer Wünsche. Wenn wir es schaffen, uns nur einmal genauso zu fühlen wie wir es später erreichen wollen, ist das schon die halbe Miete. Aber dazu müssen wir eben aktiv werden. Dazu gehört auch diese Gedankenarbeit. Das Visualisieren einer bereits erfüllten Situation hilft, Zweifel auszuschalten.

 

Zweifeln begegnen


Wünsche haben es leider an sich, dass sie eben noch nicht Realität sind. Unser Verstand weiß das. Aber unser Gefühl kann uns nicht täuschen. Das Ziel der Vorstellung ist es, sich so zu fühlen, als sei der Wunsch bereits erfüllt. Ein gutes Gefühl täuscht uns nicht. Die Wirklichkeit tritt dann nur etwas verzögert auf. Unsere einzige Aufgabe ist es, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und uns von Zweifeln nicht abbringen zu lassen. Wir dürfen nicht traurig darüber sein, dass der Wunsch noch nicht Wahrheit ist. Falls uns durch zu viele Zweifel der Wunsch nicht mehr so wichtig erscheint und wir das Gefühl und die Erfüllung vernachlässigen ist das nicht schlimm. Dann war es einfach nicht der richtige Wunsch.

 

Wünsche loslassen, damit sie erfüllt werden können


Damit ein Wunsch in Erfüllung gehen kann, braucht es manchmal Zeit und Geduld. Einige Wünsche lassen sich nicht so leicht erfüllen. Es müssen vorher mehrere Voraussetzungen geschaffen werden. Und genauso wie ein Zitronenkern mehrere Wochen zum Keimen benötigt, sollten wir unserem Unterbewusstsein Zeit zum Reifen lassen. Sonst wären wir mit der Erfüllung vielleicht überfordert und könnten das schöne Gefühl gar nicht genießen.

Wir sollten unsere Wünsche nicht zur Besessenheit werden lassen. Das blockiert nur unnötig. Wenn wir den Wunsch auf die Reise geschickt haben, dann können wir uns ruhig zurücklehnen und die Dinge geschehen lassen. Es genügt, uns von Zeit zu Zeit an unseren Wunsch und vor allem an das erfüllende Gefühl, das damit verbunden ist, zu erinnern. Wie das gelingen kann, werde ich nächste Woche beschreiben. Wir können uns in dieser Zeit ja schon dem nächsten Wunsch widmen.








              





















Wunschmeditation

 























 

 

 

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