Sonntag, 8. Oktober 2017

Wie aus Kästchen Bilder werden – Teil 1: Materialauswahl


Auf kariertem Papier die Kästchen bunt auszumalen ist zunächst keine große Kunst. Aber selbst wenn die Kästchen nur in einer Farbe auf einer kleinen Fläche ausgemalt werden, entsteht, von weitem betrachtet, ein schönes Bild. Dieses Kästchenbild kann Emotionen wecken oder einfach schön anzusehen sein.
Die Bilder entstehen durch die Menge der ausgemalten Kästchen. Je größer, umso wirkungsvoller. Damit die Ergebnisse kunstvoll aussehen, kommt es auf die richtige Grundausstattung an.
 
Kästchen Bilder Anleitung
Kästchenbilder malen
 
 

Grundlage ist immer kariertes Papier

Dieses kann entweder klassisches 5x5mm Papier sein oder ihr verwendet Papier mit  etwas größeren Kästchen á 7x7mm, das häufig in der Grundschule verwendet wird.
Grundsätzlich gilt: je größer die Kästchen, umso dicker darf der Stift sein.
Idealerweise bietet sich etwas dickeres Papier an, das sich nicht so schnell wellt und auf dem sich die Farbe nicht durchdrückt. Der klassische Collegeblock ist leider weniger geeignet. Besser sind hochwertige Notizbücher mit dickem Papier. Auch auf das Weiß solltet ihr achten. Blütenweißes Papier ohne Schmutzpartikel liefert am Ende die besten Ergebnisse.
 
Wer seine Bilder später einscannen oder anderweitig digitalisieren möchte, sollte zusätzlich darauf achten, dass die Stärke der Linien nicht hervorsticht.

 
Je geringer der Kontrast der Linien, umso kunstvoller wirken später die Ergebnisse. Wer es sich zutraut, kann auch auf leerem Papier malen und eine karierte Vorlage unter das oberste Blatt legen. Hier wirken die Ergebnisse aber auch schnell verwackelt, weil dem Auge die Orientierungslinie fehlt. Fehler werden somit gnadenlos sichtbar.


Ich arbeite am liebsten mit den Notizbüchern von Oxford. Das Papier ist blütenweiß, sieht hochwertig aus und fühlt sich glatt an. Es wellt sich nicht und die Linien der Karos sind nur matt gedruckt und fügen sich so sehr harmonisch ins Gesamtbild.
 

Wer es gerne farbig mag, kann sich unter https://www.stilkunst.de/s62_graphics.php

kostenlos kariertes Papier in allen Variationen (breite Farbauswahl, große und kleine Quadrate, Rechtecke, Millimeterpapier) downloaden. Auf 150g Papier gedruckt entstehen dank diesen Vorlagen richtige Kunstwerke, die gerahmt an die Wand gehängt werden können und so nicht nur euch selbst erfreuen. Die Macher von https://www.stilkunst.de/ nehmen für die Bereitstellung kein Geld, sondern bitten um Spenden für soziale Projekte. Eine tolle Kombination.  

 

Auf den richtigen Stift kommt es an

Auf jeden Fall solltet ihr Stifte mit deckenden Farben benutzen. Buntstifte sind weniger geeignet, weil das Ergebnis meist nicht so deckend ausfällt.
Ideal sind Filzstifte, die nicht klecksen und gleichzeitig eine scharfe Linie erzeugen können. Die Spitze darf also nicht zu dick sein. Für das Ausmalen der Farbfläche ist eine etwas dickere Spitze durchaus geeigneter als ein Fineliner, weil sie weniger Schattierungen zurücklässt. Eine dickere Spitze hingegen verhindert oft das präzise Nachzeichnen der Karolinien. Die gesunde Mischung macht’s.   
Ich nutze ausschließlich Fineliner von Stabilo, Point 88. Die Fineliner von Staedler sind ebenfalls geeignet, allerdings ist mir hier die Spitze mit 0,3mm schon etwas zu klein. Wer alternative Produkte ausprobieren möchte, sollte auf eine in Metall gefasste Spitze achten und auf einen gleichmäßigen Farbaustritt. Ich habe auch schon Billigmarken ausprobiert und war wirklich unzufrieden, weil einzelne Stifte unvorhersehbar gekleckst und mein ganzes Tagwerk zerstört haben. Die höhere Qualität zahlt sich in jedem Fall aus.
Gelstifte können auch schöne Ergebnisse liefert, weil die Farben zusätzlich zu dem deckenden Ergebnis meist noch schön glänzen. Die dickere Spitze erfordert aber auch mehr Übung. Außerdem lassen sich mit Gelstiften die Ecken häufig nicht so präzise Nachzeichnen wie mit einem Fineliner.
 
 

Eine feste Unterlage nutzen

Am besten arbeitet es sich in einem Notizbuch, das mindestens die Größe A5 hat. Die einzige Schwierigkeit bei dem Ausmalen der Kästchen auf einem Block oder in einem Notizbuch, ist die Arbeit am Rand. Hier können die Finger verkrampfen und das Ergebnis wird möglicherweise verwackelt oder zittrig aussehen. Abhilfe schafft hier das jeweils größere Format. Wer ein kleines Bild im DIN A6 Format malen möchte, sollte auf einen Block der Größe DIN A5 zurückgreifen und dort immer in der Mitte malen. Das Motiv, das auf DIN A5 gemalt werden soll, wird am besten auf einem DIN A4 Block verwirklicht und so weiter. Die fertigen Kästchenbilder sehen dadurch insgesamt auch schöner aus, weil die verbleibende freie Fläche an den Rändern wie ein Rahmen wirkt.
 
Wer keinen Block, sondern einzelne Blätter verwendet, kann eine glatte, aber nicht zu feste Unterlage verwenden. Hierzu eignen sich Unterlagen wie ein Zeichenblock der Größe DIN A3, eine Schreibtischunterlage mit Abrissblättern oder eine spezielle Malunterlage für Künstler aus Silikon. Eine Backunterlage tut es übrigens auch. Die Tischplatte ist erfahrungsgemäß zu hart und zu rutschig. Die Blätter finden nicht den richtigen Halt, dadurch können die Striche und Farbflächen verwackeln. Auch rutscht das Blatt gerne mal ‚unter der Hand weg‘. Am besten eignen sich oben genannte wie Zeichenblock und co. Diese Unterlagen haben zusätzlich den großen Vorteil, dass sie als Schmierblatt oder für Probestriche perfekt geeignet sind.
 
 

 

 
        
 
           





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